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Weihnachtshilfe Plötzlich allein
Themen Weihnachtshilfe Plötzlich allein
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18:46 21.11.2014
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes graut es der 32-jährigen Mutter vor dem ersten Weihnachtsfest, an dem sie und ihr Sohn alleine sind.tbh
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Ihr Mann Erik erlitt einen Herzinfarkt und starb. Der 45-Jährige hat seinen Sohn Fabian nur zwei Monate kennenlernen dürfen. Die junge Mutter war auf einmal alleine.

 Die Bilder von Erik, wie er sich an seinen neugeborenen Sohn schmiegt, stehen in der Vitrine im Wohnzimmer der Schaumburgerin. Mit Tränen in den Augen betrachtet die 32-Jährige die Fotos von dem Moment des Glücks, er währte nur kurz. „Er ist ganz der Papa“, sagt die Witwe, und schaut zu ihrem fast ein halbes Jahr alten Sohn, der in ihren Armen liegt und sie anlächelt. „Ich wusste nicht, wie es weitergehen soll“, erklärt die junge Mutter. Ihr Mann war der Alleinverdiener in der Familie. Ein Erbe gibt es nicht. Ebenso wenig sind finanzielle Rücklagen vorhanden. Sie kämpft mit der Trauer, muss aber auch finanzielle Probleme bewältigen. In ihrer Not wandte sie sich an die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Schaumburg.

 Stefanie M. war von heute auf morgen mittellos – konnte nicht einmal das Geld für das Begräbnis ihres Mannes aufbringen. Ihre Familie kann sie auch nicht unterstützen. Ihre Schwester hat ein Herzleiden, ihren schwer kranken Vater pflegt die Witwe auch noch. Witwen- und Halbweisenrente, Eltern- und Kindergeld reichen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu finanzieren.

 Die junge Mutter bekommt Wohngeld zur Aufstockung der Rente. Rund 1200 Euro hat die 32-Jährige zum Leben. Der größte Teil fließt in die Miete, dann sind da noch die Raten für ein gebrauchtes Auto, das abbezahlt werden muss. Es bleibt nicht viel übrig. Kosten für die Beerdigung stehen auch noch aus.

 „Vor Weihnachten graut es mir schon“, sagt die verzweifelte Frau. Mit einem Zuschuss aus der SN-Weihnachtshilfe könnte sie einen Teil ihrer ausstehenden Forderungen begleichen. Ihre Lage ein klein wenig verbessern. Aber die Trauer wird sie weiterhin begleiten. Ihr einziger Trost: Fabian, ihr quirliger Sohn – der allerdings sein erstes Weihnachtsfest ohne seinen Vater verbringen muss. tbh