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Vom Pech verfolgt

Familie verliert nach Blitzeinschlag ihr gesamtes Hab und Gut Vom Pech verfolgt

Die Pechsträhne von Familie U. reißt nicht ab. Nach einem Blitzeinschlag wurde ihr frisch renoviertes Haus unbewohnbar. Nachdem sie ihre vorherige Wohnung aufgrund starken Schimmelbefalls aufgeben mussten, haben Nadine U. (Namen von der Redaktion geändert), ihr Mann Bernd und ihr zehnjähriger Sohn Philipp nach dem Gewitter alles verloren.

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Was Bernd U. und seiner Familie nach dem Blitzeinschlag geblieben ist, passt in ein kleines Zimmer.

Quelle: rg

Landkreis. Ihr Hab und Gut fiel dem Löschwasser zum Opfer, mit dem die Feuerwehr versuchte, das Haus zu retten. „Wir standen plötzlich auf der Straße“, sagt Bernd U. Als der Blitz einschlug, war er mit seinem Sohn alleine zu Hause. Seine Frau Nadine war arbeiten, als sie von dem Unglück erfuhr. Machtlos musste der 34-Jährige mit ansehen, wie Flammen aus dem Dach seines Hauses schlugen.

Erst ein halbes Jahr wohnte die Familie dort. Das Ehepaar wollte sich langfristig etwas aufbauen, hatte viel Zeit und Geld für die Renovierung investiert. Alles umsonst. Was nach dem Feuer übrig blieb, passt in wenige Kisten. „Wir hatten nur noch die Sachen, die wir anhatten“, erinnert sich der Familienvater an die entsetzliche Situation. „Man sitzt da und weiß nicht, was man machen soll – und keiner hilft.“ Unterstützung gab es von den Arbeitskollegen und dem Arbeitgeber von Bernd. Sie gaben der Familie Kleidung, besorgten ein Bett für Philipp und halfen sogar, den Sperrmüll aus der Brandruine wegzuschaffen.

Doch eine Verbesserung ihrer Situation ist zurzeit nicht in Sicht. Kurzzeitig hat die Familie in der Wäschekammer von Bernds Eltern Unterschlupf gefunden. Zu dritt in einem kleinen Zimmer. Nun sind sie aus Platzgründen in eine möblierte Übergangswohnung gezogen. Ihre Betten, Schränke, die Küche, aber auch Erinnerungsstücke wie Fotos, Philipps Spielzeug und andere persönliche Gegenstände sind weg.

Die 24-Jährige ist schwanger, erwartet im Frühling ihr zweites Kind. Die Familie sucht nun händeringend eine neue Wohnung. In ihren jetzigen vier Wänden fühlt sich Nadine U. nicht zu Hause: „Es ist wie eine Ferienwohnung, die man nicht will.“

Während die junge Frau ihr Haus in der Adventszeit weihnachtlichdekorierte, leben die drei nun zwischen Kisten, schlafen in fremden Betten, sitzen auf fremden Sofas und essen von fremden Tellern. Das Einkommen reicht für eine neue Einrichtung nicht aus. Die Familie hatte gerade alles neu gekauft.

Philipp hat kein Problem damit, dass er sein großes Zimmer nicht mehr hat. „Hauptsache wir haben uns“, habe er gesagt. Wenn Nadine U. über die Weitsicht ihres Sohnes spricht, hat sie Tränen in den Augen. Mit einer Unterstützung von der SN-Weihnachtshilfe wäre zumindest ein Anfang für den Neustart gemacht.
 

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