Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Weihnachtshilfe Vom Pech verfolgt
Themen Weihnachtshilfe Vom Pech verfolgt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:47 07.12.2014
Was Bernd U. und seiner Familie nach dem Blitzeinschlag geblieben ist, passt in ein kleines Zimmer. Quelle: rg
Anzeige

Landkreis. Ihr Hab und Gut fiel dem Löschwasser zum Opfer, mit dem die Feuerwehr versuchte, das Haus zu retten. „Wir standen plötzlich auf der Straße“, sagt Bernd U. Als der Blitz einschlug, war er mit seinem Sohn alleine zu Hause. Seine Frau Nadine war arbeiten, als sie von dem Unglück erfuhr. Machtlos musste der 34-Jährige mit ansehen, wie Flammen aus dem Dach seines Hauses schlugen.

Erst ein halbes Jahr wohnte die Familie dort. Das Ehepaar wollte sich langfristig etwas aufbauen, hatte viel Zeit und Geld für die Renovierung investiert. Alles umsonst. Was nach dem Feuer übrig blieb, passt in wenige Kisten. „Wir hatten nur noch die Sachen, die wir anhatten“, erinnert sich der Familienvater an die entsetzliche Situation. „Man sitzt da und weiß nicht, was man machen soll – und keiner hilft.“ Unterstützung gab es von den Arbeitskollegen und dem Arbeitgeber von Bernd. Sie gaben der Familie Kleidung, besorgten ein Bett für Philipp und halfen sogar, den Sperrmüll aus der Brandruine wegzuschaffen.

Doch eine Verbesserung ihrer Situation ist zurzeit nicht in Sicht. Kurzzeitig hat die Familie in der Wäschekammer von Bernds Eltern Unterschlupf gefunden. Zu dritt in einem kleinen Zimmer. Nun sind sie aus Platzgründen in eine möblierte Übergangswohnung gezogen. Ihre Betten, Schränke, die Küche, aber auch Erinnerungsstücke wie Fotos, Philipps Spielzeug und andere persönliche Gegenstände sind weg.

Die 24-Jährige ist schwanger, erwartet im Frühling ihr zweites Kind. Die Familie sucht nun händeringend eine neue Wohnung. In ihren jetzigen vier Wänden fühlt sich Nadine U. nicht zu Hause: „Es ist wie eine Ferienwohnung, die man nicht will.“

Während die junge Frau ihr Haus in der Adventszeit weihnachtlichdekorierte, leben die drei nun zwischen Kisten, schlafen in fremden Betten, sitzen auf fremden Sofas und essen von fremden Tellern. Das Einkommen reicht für eine neue Einrichtung nicht aus. Die Familie hatte gerade alles neu gekauft.

Philipp hat kein Problem damit, dass er sein großes Zimmer nicht mehr hat. „Hauptsache wir haben uns“, habe er gesagt. Wenn Nadine U. über die Weitsicht ihres Sohnes spricht, hat sie Tränen in den Augen. Mit einer Unterstützung von der SN-Weihnachtshilfe wäre zumindest ein Anfang für den Neustart gemacht.
 

Aus Sorge um die Gesundheit ihres Kindes hat sich Mareike G. (Name von der Redaktion geändert) entschlossen, zu handeln: Ihr fünfjähriger Sohn Markus war ständig krank. Den Grund dafür sieht die 32-Jährige in dem starken Schimmelbefall, mit dem sie in ihrer Wohnung zu kämpfen hatte.

29.11.2014
Weihnachtshilfe Der Tod ihres Mannes bringt Schaumburgerin in Not - Plötzlich allein

Stefanie M. (Name von der Redaktion geändert) ist verzweifelt. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes Fabian im Frühsommer wurde ihr plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen.

21.11.2014

Eine gute Tradition findet ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. Zum 20. Mal rufen die Schaumburger Nachrichten in dieser Vorweihnachtszeit unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf.

21.11.2014
Anzeige