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Abstand von der Alltagslast

Neunte „Lange Nacht der Kultur“ Abstand von der Alltagslast

Wenn sich zur vollen Stunde die Straßen und Wege schlagartig leeren und eine halbe Stunde später wieder proppenvoll von hin- und herwuselnden Menschen sind, dann ist in Bückeburg „Die Lange Nacht der Kultur“.

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Wie es sich auf dem Schloss gehört: Die Ballettschule Voges tanzt zu Walzermelodien im Gartensaal

Quelle: wk

Bückeburg.  So auch gestern Abend. Jeweils zur vollen Stunde gilt es, an einem von 40 Auftrittsorten zu sein, um seine ganz persönliche Prise Kultur zu genießen. Und man hat – wie immer – die Qual der Wahl unter 130 Programmpunkten, denn man kann nur fünf Veranstaltungen genießen. Oder sechs, wenn man schon gleich zur Eröffnung auf dem Marktplatz ist.

Diese Chance nutzten gestern bei strahlendem Sonnenschein bereits einige Hundert Kulturbegeisterte. Sie stimmten sich mit den kleinen Tänzerinnen der Ballettschule Voges, dem Chor „Carajillo“ aus der Partnerstadt Zuidplas, den akrobatischen Breakdancern von Marks Tanzschule und dem Improvisationstheater „SpekSpek“ auf die Kulturnacht ein.

„Nehmen Sie Abstand von der Last des Alltags. Waschen Sie sich den Staub von der Seele, und genießen Sie einen Abend voller Kultur“, sagte Bürgermeister Reiner Brombach. Bei allem Kulturgenuss möge man aber auch an die Menschen in der Jägerkaserne denken, die als Flüchtlinge ganz andere Gedanken hegten.

Dann ging es los. Der Marktplatz leerte sich, dafür füllten sich die Säle. In vielen blieb kaum ein Platz frei. Sei es bei der Big Band des Adolfinums im Hubschraubermuseum, beim Schütte-Chor in der Schlosskapelle oder bei den Schaumburger Märchensängern im Neuen Ratssaal, beim Jugendchor im Festsaal des Schlosses oder bei „Schräges mit Schrage“ beim Optiker „Apollo“, um nur einige der 130 Veranstaltungen zu erwähnen.

Viele Blicke zog auch der Graffiti-Künstler Patrik Wolters auf sich, der – auf einem Gerüst turnend – eine kahle Wand der Parkpalette verzierte. Ein schönes Bild boten die beleuchteten Ballons in der Fußgängerzone, die den „Lange Nacht“-Gängern den Weg wiesen. Bis zum frühen Abend waren bereits knapp 3000 Eintrittsbändchen verkauft.  rc

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