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Auf den Flügeln des Gesanges

Bad Nenndorf / Konzert Auf den Flügeln des Gesanges

Mit klassischen Klängen hat Ju-liane Degener-Hermann ihr Bad Nenndorfer Publikum verzaubert. „Auf den Flügeln des Gesanges“ nahm die Sopranistin ihre Zuhörer mit. Die Gäste im Pavillon der Curanum Seniorenresidenz erlebten eine feine Auswahl vorwiegend romantischer Kunstlieder. Eingeladen hatte das Kulturforum Bad Nenndorf.

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Juliane Degener-Hermann (rechts) und Julia Makarova verzaubern ihr Publikum mit romantischen Liedern. 

Quelle: han

Bad Nenndorf. Nicht wenige Stücke hielt das Konzertprogramm bereit, doch die Zeit verging wie im Flug. Passend zum Konzertmotto machte eine liebliche Weise von Felix Mendelssohn Bartholdy den Auftakt. „Auf den Flügeln des Gesanges“ bestach durch Leuchtkraft und viel Sinn für Nuancen. Ungemein einfühlsam begleitete Julia Makarova am Klavier. Einziges Suppenhaar: Wäre der geschlossene Klavierde-ckel ein wenig geöffnet ge-wesen, hätte sich eine noch schönere Klangbalance er-geben.

Degener-Hermann glänzte mit lupenreiner Intonation, kultiviertem Klang und großem Einfühlungsvermö-gen. Die Bad Nenndorfer Zahnärztin nimmt seit vielen Jahren Gesangsunterricht und hat ein beachtliches Niveau erreicht. Makarova erwies sich als ideale Partnerin. Dezent, und doch ausdrucksstark und wirkungsvoll kam die Kla-vierbegleitung daher. Wäh-rend einiger Solostücke zeigte die Profimusikerin ihr ganzes Können. Makarova leitet drei Chöre und hat in Kiew Klavier und Chorleitung studiert. Degener-Hermanns Ehemann Eckart Hermann moderierte kurzweilig und beleuchtete die Hintergründe der einzelnen Stücke.

Das Programm hielt so viele Höhepunkte bereit, dass eine Auswahl schwer fällt. Herzbewegend wirkte das populäre „Als die alte Mutter sang“ aus dem Zyklus „Zigeunermelodien“ Opus 55 Nr. 4 von Antonín Dvo?ák. Die simple, ergreifende Melodie erhält ihre Würze durch einen Trick: Der Sopran singt einen geradlinigen Zweivierteltakt, das Klavier hingegen wiegt im sanften Sechsachteltakt. Degener-Hermann und Makarova hatten keinerlei Mühe mit dem vertrackten Rhythmus, warm und empfindsam erklang ihr hinreißenden Zusammenspiel.

Wandlungsfähigkeit bewies das famose Duo mit „Anzo-letto und Estrella“ von Karl Millöcker. Mit umwerfenden Charme wurde hier musiziert. Verschmitzt, flott und humorvoll ertönte das schwungvolle Operetten-Stück.
Mit zwei Zugaben dankten die beiden Musikerinnen für den jubelnden Applaus. han

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