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Bunte Mischung für Stimme und Sprache

Bad Nenndorf / Konzert Bunte Mischung für Stimme und Sprache

Die St.-Godehardi-Kirche war am Mittwochabend dicht besetzt. Kein Wunder, denn wenn die CJD Schule Schlaffhorst-Andersen zur Musik zum Advent einlädt, stößt das Programm alljährlich auf großes Echo.

Bad Nenndorf (dis). Dozenten und Studenten erfreuten diesmal mit einem besonders ansprechend zusammengestellten Repertoire. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Lehrstätte, Torsten Bessert-Nettelbeck, breiteten sich Rheinbergers Kyrie und Gloria tonschön aus. Verantwortlich dafür zeichnete der von Eduard Stan am Klavier begleitete Frauenchor unter Leitung von Ludwig Theis. Gut vorbereitet zeigte sich auch der Männerchor, dessen Beitrag von „Maria durch ein Dornwald ging“ aufhorchen ließ. Für ein rühmenswertes Finale sorgte später erneut der große Frauenchor mit Interpretationen von Sanctus et Benedictus / Agnus Dei, die abermals von Rheinberger stammten. An dem Repertoire beteiligten sich vor allem Gesangssolisten.

Konzentriert, die musikalischen Strukturen aufschlüsselnd, wandte sich Nisma Bux Cherrat (6. Sem.) dem Wiegenlied von Brahms zu, und Sophie Wenzels (5. Sem.) ansprechender Sopran überzeugte in „Die Könige“ von Cornelius. Schön ausgehorcht boten Judith Frommert und Leonie Feike (5. Semester) das „Laudamus te“ dar, und Judith Frommert (5. Semester) gefiel gleich hinterher im „Domine Deus“, das ebenfalls aus Vivaldis „Gloria D-Dur“ stammte. Die Tonfolgen von Davids „You are the new day“ schlüsselten Leonie Feike, Marie Weskamp und Fenja Vera Henneking (5. Semester) geschickt auf, und Hanna Weber (3. Semester) punktete in Schuberts „Ave Maria“ wegen ihrer guten Stimmführung. Eine lustvolle Gemeinschaft bildeten dann Hannah Weber, Jana Kiesler und Steffen Herrmann (3. Semester), als sie sich Nicolais „Morgenstern“ widmeten.

Mit tragfähigem Timbre vermittelte darüber hinaus Isabel Julie Schneider (2. Semester) „Stille Nacht“, und Sarah Hartmann (5. Semester) sorgte in Richies „Jesus is Love“ für Farbwechsel. Ihr klarer Sopran kam Helena Bickel (5. Semester) beim „Jésus de Nazareth“ von Gounod zugute. Judith Adomeit (3. Semester) bescherte indes Bachs lange Arie „Schließe mein Herz“ anschaulich, was auch für Amely Heims (3. Semester) Darbietung von „Er weidet seine Herde“ aus Händels „Messias“ gilt. Den einfühlsamen Begleiterinnen Corinna Stanze-Frank, Christina Worthmann und Heike Lindemann an Klavier und Orgel gebührt ein dickes Gemeinschaftslob.

Zwischendurch blieben Violinistin Katja Konvicka und Organist Dr. Wolfgang Goldhahn Sätzen aus Tartinis „Teufelsritter-Sonate“ nichts schuldig. Darüber hinaus konnte sich die Sprechergarde gut hören lassen. Da machte zum Beispiel Angelika Maurer (6. Semester) die „Winternacht“ von Morgenstern transparent, und Michael Helbig gab einen plastischen Eindruck von St. Niklas‘ Auszug. Fröhlich übermittelte Louise Hampe (2. Semester) „Das Glück“, und Marlene Seitz, Hanna Ring sowie Mona Gieseking (5. Semester) durchleuchten die Gefühle Charlie Chaplins an dessen 70. Geburtstag. Das Publikum geizte zwischendurch und zum Finale nicht mit anerkennendem Applaus.

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