Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Der Akademie ein Gesicht geben

Kultur / Ausstellung Der Akademie ein Gesicht geben

„Drei Wege eine Ausstellung“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Evangelischen Akademie Loccum. Erstmals präsentieren sich an diesem Ort drei Künstler gemeinsam.

Voriger Artikel
Kopfkino ganz ohne Zelluloid
Nächster Artikel
Grenzgänge unbedingt erwünscht

‚Drei Wege eine Ausstellung‘ zeigen Barbara Howe, Hanno Stück und Lothar Staedler in der Evangelischen Akademie Loccum.

Quelle: ade

Loccum (ade). Die eher nüchternen Räume der Akademie sollten durch Ausstellungen belebt werden, sagte Albert Drews, Studienleiter für Kultur, zur Eröffnung der Ausstellung. Vier Ausstellungen pro Jahr organisiere er aus diesem Grund. Sie seien unter anderem das, was den Gästen als „Bild der Akademie“ in Erinnerung bleibe. Die Ausstellung der Künstlergruppe „Artenschutz und Grünstreifen“ sei aber als Premiere zu betrachten, denn erstmals würden drei Künstler ihre sehr unterschiedlichen Arbeiten in einer gemeinsamen Schau präsentieren.
Zusammengefunden hätten sie, um gemeinsame Ausstellungen zu gestalten, sagte Hanno Stück. Stück ist einer der drei Künstler und der Autodidakt in der Gruppe. Von Haus aus Psychologe zeigt er plastische Arbeiten aus vielfältigen, häufig erdverbundenen Materialien wie etwa Ästen und Steinen und arbeitet zudem gerne mit Collagen. Seine Werke sehe er als Auseinandersetzung mit dem Lebensprozess, bekannte Stück. Von Lothar Staedler stammen hingegen Landschaftsbilder, die er aus Sand, Gesteinsmehl, Acryl und Wasser zusammenfügt. Ein Eindruck von Unberührtheit, der besonders berühre, sowie die Suche nach Zartheit und Tiefe sei den Bildern Staedlers zu eigen, führte Stück aus.
Halten sich Stück und Staedler weitestgehend vom Gegenständlichen fern, so setzen die Bilder von Barbara Howe dagegen einen klaren Kontrapunkt. Farbigkeit ist ihr wichtig, dadurch schon unterscheiden sich ihre Arbeiten klar von denen ihrer männlichen Kollegen. Ihre Formen geraten hinter den Farben oftmals leicht ins Hintertreffen. Anrührend sind manche der Darstellungen, weil sie mit Pinselstrichen gesetzt sind, die kindlich-naiv erscheinen und gerade deshalb zu einem zweiten Blick verleiten. Wessen dritter Blick auf die Titel der Bilder von Barbara Howe fällt, entdeckt, dass sie auch eine poetisch-literarische Ader hat. „Lieber Heinrich“, „Wo Goldfisch und Kolibri tanzen“ und auch „Das Glück kommt zu früh“ nennt sie ihre Bilder.
Die Ausstellung der Künstlergruppe ‚Artenschutz und Grünstreifen‘ ist in der Evangelischen Akademie Loccum bis zum 15. Oktober zu sehen. Geöffnet ist montags bis sonnabends, 7.30 bis 20 Uhr, sowie sonntags, 8 bis 14 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben