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Die Wucht des Sounds macht an

Bückeburg Die Wucht des Sounds macht an

„Ein Leben ohne Musik kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Und live vor anderen Menschen zu spielen, ist dabei das Schönste“, sagt Martin Hohmeier, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum als Berufsmusiker, Fachrichtung Bassgitarrist, feiert.

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Als virtuoser Bassist hat sich Martin Hohmeier weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen Namen in der Musikszene gemacht.

Quelle: wk

Bückeburg. Zahlreiche Bands hat „Wunz“, wie der Bückeburger in der Musikszene genannt wird, in dieser Zeit bereits als Bass-Mann komplettiert.

 Aktuell mischt er bei den im Schaumburger Land geborenen „Monsterbabies“ mit. Ferner in den bundesweit auftretenden Formationen „Smith-Band“ (Funk und Soul), „Revolution“ (Funk) und „Mickey Meinert’s TriOWL“ (Singer & Songwriter). Und schließlich ist er auch noch Mitglied der Carlos-Santana-Coverband „The Magic of Santana“, zu deren Gigs ab und an sogar einige renommierte Mitglieder des Originals hinzustoßen wie der in Los Angeles lebende, langjährige Santana-Sänger und -Gitarrist Alex Ligertwood, der Sänger Tony Lindsay und der Conga-Spieler Raoul Rekow.

 „Von einer Band allein kann man heute nicht mehr leben“, erklärt Hohmeier die Vielzahl seiner Engagements, zu der auch noch Aushilfen in anderen Bands sowie Tätigkeiten als Studiomusiker gehören. Im Gegensatz zu früher, als er sich seinen Lebensunterhalt noch nahezu ausschließlich als Bassist der Schaumburger Top-40-Coverband „Skyliner“ erspielt habe, gebe es nicht mehr genug Veranstaltungen, bei denen Livebands auftreten. Stattdessen seien oftmals „DJ-Geschichten“ angesagt. Der Geschmack der jüngeren Generation habe sich verändert. Viele gute Kontakte zu anderen Musikern unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen seien erforderlich, um den eigenen beruflichen Terminkalender übers Jahr voll zu kriegen.

 Zur Bassgitarre ist Hohmeier eher unfreiwillig gekommen: „Das ist das Schicksal, das viele Bassisten teilen“, erzählt der 47-Jährige und lacht. „Der schlechteste Gitarrist einer Band muss halt den Basspart übernehmen.“ In seinem Fall hatte sich diese Situation ergeben, als er mit zwei Kumpels noch zu Schulzeiten eine Band gegründet hatte. Der eine zog die Saiten einer E-Gitarre, der andere drosch auf einem Schlagzeug herum und ihm selbst, der bis dahin ebenfalls der E-Gitarre zugeneigt war, fiel mangels personeller Alternative das Los zu, die tiefen Töne beizusteuern.

 Bei dem jungen Hohmeier, der quasi der Not gehorchend zum Bass-Mann wurde, entwickelte sich jedoch recht schnell eine große Leidenschaft. Inspiriert durch musikalische Vorbilder wie John Entwistle von „The Who“ sowie die Bassisten Helmut Hattler von der deutschen Jazz-Rock-Band „Kraan“ und John Paul Jones von „Led Zeppelin“. Die daraus erwachsene Passion des Bückeburgers zeigt sich nicht zuletzt daran, dass „Wunz“ etliche E-Bässe sein Eigen nennt. Darunter die klassischen Vier-Saiter, aber auch Versionen mit fünf und sechs Saiten und zwei Kontrabässe.

 Dass der Bassist einer Band im übertragenen Sinne üblicherweise nur in der zweiten Reihe hinter dem – im Idealfall frenetisch umjubelten – Leadsänger respektive -gitarristen steht, juckt Hohmeier nicht: „Das war noch nie ein Thema für mich, denn ich sehe mich immer als Teil des Ganzen“, erklärt er. „Außerdem hält man als Bassist ja alles in der Band zusammen – sowohl rhythmisch als auch harmonisch, obwohl der Bass von vielen Leuten ja leider nur subtil wahrgenommen wird. Kurioserweise merken aber wiederum viele genau dann sehr bewusst, wenn sich der Bassist mal verspielt haben sollte.“ wk

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