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Heiße Arbeiten

Rodenbergerin stellt aus Heiße Arbeiten

Einen Einblick in ihre Arbeiten und ihre Techniken will Bruni Lemme von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. April, jeweils von 14 bis 18 Uhr, allen Kunstinteressierten gewähren. Nach längerer Pause öffnet die Rodenbergerin wieder einmal die Türen zu Werkstatt und Ausstellungsräumen.

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Bruni Lemme öffnet am kommenden Wochenende ihr Atelier in Rodenberg.

Quelle: nah

Rodenberg. Der Grund: Neben den bekannten Keramikskulpturen hat sie sich neuen Tätigkeitsfeldern zugewandt. „Heiße Arbeiten“ hat sie deshalb als Motto für das kommende Wochenende vorgegeben. Interessierte Besucher sind in ihrem Haus im Rodenberger Falkenweg 11 willkommen. In etlichen Räumen finden diese die vorwiegend doppeldeutigen Modellierungen aus Ton und Glasur: Alltagsbegriffe wie Knotenpunkt, Dachwohnung, Frauenkreis oder Flügelkämpfe lassen den Betrachter schnell ins Schmunzeln kommen.

Doch Lemme, die als Autodidaktin zur Kunst gekommen ist und sich in den vergangenen vier Jahrzehnten immer weiterbildete, hat sich inzwischen neuen Mal- und Drucktechniken zugewandt: „Ich möchte meine verbleibende Lebenszeit nutzen“, sagt die fast 80-Jährige von sich. Und so „malt“ sie neuerdings mit Wachs und Lack und überdruckt diese ohnehin plastischen Schichten mit Stoff, Spitze, Metall oder anderen Materialien. Dies geschieht auf einer erhitzbaren Platte: „So produziere ich auch hier heiße Ware“, erklärt sie mit Blick auf den bislang von ihr für Keramik oder auch Porzellan bestückten Brennofen.

Siebdrucke auf Ton

Inzwischen hat die experimentierfreudige Rodenbergerin bereits versucht, die alten und neuen Schwerpunkte ihrer Arbeit miteinander zu verbinden. Schon ziert eine Wachsschicht einen Keramikwürfel. Umgekehrt sind Wandbilder aus Ton und Porzellan entstanden. Zum ersten Mal hat sie Siebdrucke auf Tonarbeiten gelegt. Fast ein wenig rastlos wirkt Lemme in ihrer Kellerwerkstatt: „Doch ich mache die neuen Sachen eher mehr für mich.“ Deshalb strebt sie nur noch Einzelausstellungen an, in denen die ganze Vielfalt ihres Wirkens besser zum Zuge kommen kann, als wenn sie als Mitglied einer Gruppe ihre Werke zeigt.

Ein erster erfolgreicher Schauplatz war kürzlich das Lauenhäger Bauernhaus. Neue Pläne an anderen Orten nehmen bereits konkrete Formen an. nah

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