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Intermezzo im Park

Apelern / Musiktage Intermezzo im Park

Zwei hochkarätige Ensembles, eine kulturbeflissene Sparkassen-Stiftung und die Entscheidung, ein Konzert der 28. Auflage der Niedersächsischen Musiktage an das Rittergut der Familie von Hammerstein in Apelern zu vergeben. Dieses Ereignis ließen sich 200 Gäste nicht entgehen.

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Akustisches „Vergnügen“ nach dem Gartenspaziergang: das „Weimarer Bläserquintett“ bei seinem Spontanauftritt.

Quelle: nah

Von Bernd Althammer

Apelern. Die meisten von ihnen zeigten keine Angst vor möglichem verschmutzten Schuhwerk, als Hausherrin Sophie von Hammerstein den in den vergangenen Jahren angelegten Landschaftsgarten mit seinen über 5000 Stauden, 200 Jahre alten Bäumen und einem nach Originalplänen aus dem 18. Jahrhundert entstandenen Wasserbecken erläuterte.

Nicht besser hätte dazu ein Divertimento von Joseph Haydn erklingen können. Das auf Deutsch zu übersetzende „Vergnügen“ durch das „Weimarer Bläserquintett“ direkt an der Graft war zugleich ein Vorgeschmack auf das Kommende. Die fünf jungen und hoch talentierten Musiker wechselten sich mit dem „Interface“-Streichquartett bei einem Wandelkonzert ab. Das Publikum wurde im Wechsel in den Gartensaal und in den Schlosssaal gebeten.

Vor Bruchsteinwand und freigelegtem Brunnenschacht im akustisch großartig wirkenden Anbau setzte sich der eher heiter anmutende musikalische Reigen fort mit der Ouvertüre aus Gioachino Rossinis „Barbier von Sevilla“ und der „Summer Music“ des zeitgenössischen Komponisten Samuel Barber.

Für den Kontrast sorgten die Streicher vor dem repräsentativen Planetengötterkamin im Obergeschoss des Schlösschens mit Moll-Klängen von Robert Schumann, der den melancholischen Zyklus seinem verstorbenen Freund Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet hatte. Das den vollkommenen Hörgenuss leicht störende Knarren der historischen Fußbodendielen nahmen die Zuhörer indes mit leichtem Schmunzeln hin.

Der herzliche Applaus war nicht nur den beiden Ensembles gewidmet. Er galt auch den Gastgebern und den Veranstaltern. Letztlich war auch diesen das Glück hold: Dunkelgraue Wolken verschonten das vor und zwischen den Konzertteilen flanierende und plaudernde Publikum.

Das nächste Konzert der Musiktage in der Region am Freitag, 26. September, ab 19.30 Uhr am Klosterstollen in Barsinghausen. Beim Auftritt der Noord-Limburgse Brassband aus Belgien und dem Trompeter Jeroen Berwaerts gemeinsam mit dem Schauspieler Ulrich Pleitgen, der zur Einstimmung ausgewählte Texte liest, stehen Bergbau und Blasmusik im Mittelpunkt. Karten für die Aufführungen der Musiktage gibt es in der Geschäftsstelle der SN in Stadthagen.

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