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Kraftvolle Stimme, federleichte Rhythmen

Kultur / Lauenau Kraftvolle Stimme, federleichte Rhythmen

Einen mitreißenden Konzertabend hat Bergitta Victor ihrem Lauenauer Publikum beschert. Rund 230 Gäste hatten im ausverkauften Kesselhaus jede Menge Spaß. Begleitet wurde die Sängerin von Jakob Kleij (Gitarre) und David Stauffacher (Percussion).

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Bergitta Victor bringt bei ihrem Konzertabend gute Laune ins Kesselhaus Lauenau.

Quelle: han

Lauenau. Mit ihrer kraftvollen Stimme begeisterte die Weltbürgerin auf Anhieb. Fröhlich und sorglos klingen ihre federleichten Melodien, schweres Pathos liegt ihr offenbar nicht. Sie singt englisch und gelegentlich auch in ihrer Muttersprache Seychellenkreol, eine Mischung aus „80 Prozent Französisch und 20 Prozent Kauderwelsch“, wie sie sagt. Mit rhythmischen Klatschen und Fingerschnippen reagierten die Gäste auf die fidelen Songperlen, zum Tanzen war leider nicht genügend Platz vorhanden.

 Die Wahl-Hamburgerin ist auf den Seychellen geboren, sie lebte in Tansania und in der Schweiz. „Ich habe verschiedene Musikstile aufgeschnappt“, sagte Victor. Afro-Rhythmen finden sich in ihren Stücken ebenso wie Reggae, europäischer Pop, Soul und auch ein bisschen Jazz.

 Und worum geht es in den Songs? „Ach…äh…, was man so üblicherweise hat. Ein bisschen Liebe, ein bisschen Gerechtigkeit und Weltfrieden, ein paar Bla-Bla-Songs, ein bisschen Selbstfindung.“ Ein „Bla-Bla-Song“ ist zum Beispiel „Silly Song“. Das unbeschwerte Stück hat keinen Inhalt, verbreitet dafür aber umso mehr gute Laune. Um starke Frauen geht es in dem Titel „Sister“. Victor betrachtet ihre Geschlechtsgenossinnen als Schwestern, sie will, dass Frauen stark und selbstbewusst sind. „Eine Frau soll ihren Weg gehen und sich nicht ablenken lassen.“

 „So deep“ ist ein swingender Liebessong, der durchaus fröhlich daherkommt, allerdings kein Happy-End hat. „Free as can be“ ist die Single ihres neuen Albums „On A Journey“. „Ich möchte so frei wie möglich sein und einfach mein Leben leben“, fasste die Sängerin den Songtext zusammen.

 Ebenso beschwingt und unbekümmert wirkt „Say Love“, ein „Aufbau-Song“. „Wenn du niedergeschlagen bist, musst du an dich glauben“, erläuterte die Musikerin, „wenn du dich umblickst, siehst du, dass überall Liebe da ist. Man muss nur danach greifen.“ Botschaften und Appelle möchte sie mit ihren Liedern nicht verbreiten. „Die Leute sollen Spaß haben, abschalten, einen schönen Abend haben“, erklärt sie. Dieses Ziel hat die Sängerin mühelos erreicht, dem frenetischen Applaus nach zu urteilen. han

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