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Krieg und Frieden im Kloster

Loccum Krieg und Frieden im Kloster

Gar so groß wie zur Lesung von Günter Grass im vergangenen Jahr wird der Andrang in diesem Kulturherbst im Kloster Loccum wohl nicht sein. Ein hochkarätiges Literatur- und Musikprogramm lockt dennoch für fünf Wochenenden in das Kloster.

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Kultur lockt ins Kloster – das soll in diesem Herbst ähnlich sein, wie im Jahr 2013, als Menschen Schlange vor dem Klosterportal standen, um Günter Grass erleben zu dürfen.

Quelle: ade

Loccum. Im Zeichen des Beginns des Ersten Weltkrieges 1914 steht das Programm, das von heute bis Sonntag, 9. November angeboten wird. Ein Vortrag über Ernst Jünger ist darunter, Erinnerungen an den Bischof Hanns Lilje, Orgelmusik im Angesicht des Krieges und weitere kulturelle Umsetzungen und Verbindungen zu Kriegs- und Friedenszeiten.

 Begonnen wird am Sonnabend um 19.30 Uhr im Refektorium des Klosters mit der Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) durch Texte des Dichters und Wedeler Pastors Johann Rist. Er schrieb unter anderem „Das Friede wünschende Deutschland“. Die Texte werden gelesen von Stella Jürgensen. Gerhard Darmstadt spielt begleitend dazu Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach.

 Am Sonntag, 12. Oktober, ab 17.30 Uhr erwartet die Besucher in der Klosterkirche ein Gegenstück zur Trübsal des Krieges mit Orgelmusik. Für vier Hände und vier Füße, gespielt von dem Organisten-Ehepaar Beatrice-Maria und Gerhard Weinberger.

 Der „Krieger, Waldgänger und Anarch“ Ernst Jünger, umstrittener Schriftsteller und Ehrenbürger der Stadt Rehburg, steht am Sonnabend, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr, im Mittelpunkt einer Lesung im Refektorium. Für Sonntag, 19. Oktober, ab 17.30 Uhr ist Orgelmusik im Angesicht des Krieges geplant.

 Dem 20. Juli 1944, Tag des Attentats auf Hitler, wird am Sonnabend, 25. Oktober, ab 19.30 Uhr gedacht – mithilfe von Hanns Liljes Erinnerungen an die Haftzeit nach diesem Tag. „Friede auf Erden“ ist das Thema des Jungen Vokalensembles Hannover am Sonntag, 26. Oktober, ab 17.30 Uhr in der Stiftskirche.

 Der Reformationstag am Freitag, 31. Oktober, wird von 19.30 Uhr an vom Kirchenkreis Stolzenau-Loccum in der Klosterkirche mit Martin Luthers Worten „Zum politischen Auftrag des Christenmenschen“ gefeiert – aufgeführt von Pastoren des Kirchenkreises. Werke von Mendelssohn, Schumann und anderen erklingen am Sonntag, 2. November, ab 17.30 Uhr auf der Orgel in der Kirche.

 Händels „Messias“ wird am Sonnabend, 8. November, ab 18 Uhr in der Stiftskirche aufgeführt. Der Abschluss der kulturellen Wochen ist für ein historisches Datum geplant: Am Sonntag, 9. November, ab 10 Uhr treten unterschiedliche Laienprediger auf die Kanzel in der Kirche. Unter anderem ist Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius zu einem Beitrag zum 9. November 1918 angefragt.ade

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