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Meisterlich aufgeführte Wohltat für Seele und Geist

Weihnachtsoratorium von Bach in der St.-Nikolaikirche Meisterlich aufgeführte Wohltat für Seele und Geist

Musikenthusiasten sind in der St.-Nikolaikirche in Rinteln in den Genuss eines zusätzlichen Konzerts gekommen.

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Die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums wurden in der St.Nikolaikirche von den Solisten meisterhaft dargeboten.

Quelle: tol

Von Kurt Maszuttis

Rinteln. Dieses Mal wurden die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach gespielt. Meisterhaft wurden dieselben dargeboten von den Solisten Uta Singer (Sopran), Johanna Krödel (Alt), Goetz Philipp Körner (Tenor) und dem aus Rinteln stammenden Sebastian Brendel (Bass), der erfreulicherweise wieder einmal dabei war.

Außerdem sangen die Ensembles Schaumburger Oratorienchor, Jugendchor der Evangelischen Singschule St. Nikolai und das Schaumburger Kammerorchester, verstärkt durch Musiker von außerhalb des Landkreises. Die Leitung hatte Kreiskantorin Daniela Brinkmann inne. Wer vor einigen Wochen das Paulus-Oratorium von Mendelssohn Bartholdy miterleben durfte, war auf ein anspruchsvolles Werk eingestellt.

Johann Sebastian Bach ist der Inbegriff meisterlich komponierter, geistlicher Musik, und stellt bei der Darbietung der Orchestermusik hohe Anforderungen an Solisten und Klangkörper, Rezitative, Arien und Chorgesang. Der Oratoriumchor machte seinem Namen an diesem Abend alle Ehre.

Das Weihnachtsoratorium führt die Weihnachtsgeschichte musikalisch vor Augen: ein musikalisches Krippenspiel. Es beginnt mit der Verkündigung der Geburt Jesu und reicht bis zur Verbreitung der frohen Botschaft nach dem Heiligen Abend. Das erste Stück, ein zehn Minuten dauernder Choral, versetzte die Zuhörerschaft in weihnachtliche Stimmung und stellte auf das Kommende ein.

Besonders anrührend waren die Wechselgesänge zwischen Chor und Solisten, wobei der Jugendchor den Chor der Engel überzeugend interpretierte. Hervorzuheben sind neben den Gesangssolisten die instrumentalen Soli von Geige, Querflöte und Trompete.

Oratorien hört man nicht jeden Tag live. Musik in dieser Form ist eine Wohltat für Seele und Geist. Der Bedarf daran scheint groß zu sein, denn es waren nahezu alle Plätze, auch auf der Empore, besetzt.

Das Auditorium spendete lang anhaltenden Applaus als Dank für die eineinhalb Stunden, in denen die drei Weihnachtstage in musikalischer Form wiederholt wurden.
Kreiskantorin Daniela Brinkmann ist es erneut gelungen, die Darbietenden, seien es Solisten, Chöre oder Musiker, mit anscheinend leichter Hand und Überzeugung zu einer großartigen Darbietung zu motivieren.

Passagenweise bekam vielleicht der eine oder andere Lust, in Zukunft selbst mitzusingen oder mitzuspielen. Neuzugänge sind sicher in allen Ensembles gern gesehen.

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