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Musikalisches Wunderkind

Hattendorf / Konzertreihe Musikalisches Wunderkind

Hatte die Konzertreihe „Junge Musikelite“ des Kulturvereins Auetal bislang ausschließlich Künstler aus fernen Landen zu Gast, so wird am Sonntag, 3. November, ab 17 Uhr in der St. Eligius-Kirche Hattendorf eine Premiere gefeiert: Spielen wird eine deutsche Pianistin.

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„Eine unglaublich begabte Pianistin mit ganz sicherem Weg in eine große Karriere“, sagt Honoraprofessor Peter Apel über die Hannoveranerin Elisabeth Brauß, die am 3. November in Hattendorf spielen wird.

Quelle: pr.

Von Frank Westermann. Sie stammt aus Hannover, heißt Elisabeth Brauß und ist – bei allen Vorbehalten – ein Wunderkind, denn alle Zeichen weisen auf eine internationale Karriere hin. Die 18-Jährige hat in den vergangenen Jahren kräftig abgeräumt, zuletzt in Hamburg beim großen Tonali-Wettbewerb, wo sie als erste Preisträgerin 10000 Euro erhielt, zudem 3000 Euro als Zuhörerpreis und ein Steinway-Klavier. Honorarprofessor Peter Apel, der in Hattendorf erneut kundig durch das Programm führen wird, hält sie „für eine unglaublich begabte Pianistin mit ganz sicherem Weg in eine große Karriere“.

 Seit dem vierten Lebensjahr spielt die Tochter des Musikhochschulprofessors Martin Brauß Klavier, seit 2007 ist sie Jungstudentin am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Zuvor besuchte sie dort bereits die Vorschule für besonders junge Musiktalente. Ihr Fleiß und ihr Talent haben der Bothfelderin schon viele Preise eingebracht: Zweimal war Brauß die Erste im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, gewann mehrmals den „Internationalen Grotrian Steinweg Wettbewerb“ in Braunschweig, hat vor dem Bundespräsidenten gespielt und reiste für Konzerte in die USA, die Ukraine und nach China.

 Bei dem Konzert am 3. November soll es ausgesuchte Delikatessen wie Beethovens Sonate D-Dur op.10, Nummer drei zu hören geben. Es ist eine Sonate, die Beethoven noch in recht jungen Jahren schrieb und in der er von Kritikern immer wieder als „überladen, gesucht, schwierig oder unnatürlich“ bezeichnet wurde.

 Frederic Chopins Scherzo No 2 b-Moll op.31. ist nicht nur eines seiner bekanntesten Stücke, sondern verlangt mit seinem ausgeprägtem Formgefühl und seiner klaren rhythmischen Strukturiertheit eine Leistung, die junge Musiker nicht immer erreichen. Es wird spannend sein, zu hören, wie sich Brauß dem Werk widmet. Felix Mendelssohns Präludium und Fuge e-Moll, op. 35 No. 1 dürfte die Künstlerin blind beherrschen: Das Stück gehörte zum Pflichtprogramm des diesjährigen Tonali-Wettbewerbs, den Brauß gewann.

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