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Neuigkeiten aus der Familie Busch

Urgroßneffe erzählt Neuigkeiten aus der Familie Busch

Einen lehrreichen und interessanten Abend hat Ernst Kampermann, der Urgroßneffe des Humoristen Wilhelm Busch, den Besuchern der Stadtbücherei Stadthagen beschert. Dabei dürfte auch für Kenner des berühmten Wiedensahlers einiges neu gewesen sein.

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Ernst Kampermann weiß einiges über Wilhelm Busch und seine Familie zu erzählen. Das überrascht selbst Kenner.

Quelle: tbh

Stadthagen. Entgegen der Darstellungen der Familiengeschichte in vielen Biografien sei Buschs Werdegang, ohne das Bildungsbewusstsein der Familie nicht zu erklären, betonte Kampermann. In zum Teil unveröffentlichten Dokumenten aus dem Familienbesitz von Buschs Nachfahren hat sich der Urgroßneffe auf die Spuren seines berühmten Verwandten begeben.

Eine ungebildete, dörfliche Familie habe Kampermann dabei nicht erkennen können. Im Gegenteil: Friedrich Wilhelm Busch, ein literarisch interessierter Kaufmann, habe beispielsweise großen Weitblick bewiesen, als er für seinen Sohn ein Ingenieurstudium vorgesehen hatte. „In zwei Generationen sind aus dem Wiedensahler Busch-Haus fünf Akademiker und zwei hervorragende Kaufleute hervorgegangen“, wie Kampermann erläuterte.

Im zweiten Teil des Abends widmete sich Buschs Nachfahre den Gedichten seines Urgroßonkels. Dabei zeigte sich in nachdenklichen aber durchaus auch heiteren Versen, dass Busch sich nicht nur für Naturforschung interessierte. Außer mit dem Darwinismus, so wurde anhand der Gedichte deutlich, setzte sich der geistige Vater von Max und Moritz auch leidenschaftlich mit der Philosophie Arthur Schopenhauers auseinander.

Stephan Wiksner, ein langjähriger Freund von Kampermann und Vorsitzender des Freundeskreises Stadtbücherei, freute sich über eine „wiedermal“ ausverkaufte Veranstaltung. Die Einnahmen kommen der Stadtbücherei zugute. tbh

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