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René Noçon geht unter die Haut

Konzert in Bückeburg René Noçon geht unter die Haut

„Bückeburg, my home town!“ Es war nicht nur ein Heimspiel erster Güte für Rock-Raubein René Noçon, als er auf dem Bückeburger Marktplatz vor das Publikum trat. Es war auch eine Zeitreise.

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René Noçon und seine Freunde machen eine musikalische Zeitreise.

Quelle: jp

Von Johannes Pietsch

Bückeburg.  Der aus Bad Eilsen stammende Sänger hatte für seine musikalische Stippvisite beim Bürgerschießen all die Weggefährten um sich geschart, mit denen er in lange zurückliegenden Jahren als Band Bushfire firmierte: Olli Schröder an der Gitarre, Martin „Wunz“ Homeier am Bass und Matthias Tempel am Schlagzeug ließen mit dem Wahl-Hamburger viele Erinnerungen wieder aufleben, beispielsweise an den Sommer 1997 und den umjubelten Open-Air-Auftritt von Bushfire auf dem „Umsonst & Draußen“-Festival, das seinerzeit zum ersten und einzigen Mal in Rusbend gastierte.

 Betont gefühlvoll und balladesk ließ es René Noçon im ersten Abschnitt des Konzerts angehen, in dem er gleich als zweiten Song – allein und nur mit Gitarre – „Schweigen ist Silber“ präsentierte, den Song von Philip Poisel, mit dessen beseelter Interpretation er im Oktober 2014sämtliche Juroren der Sat1-Casting-Show „The Voice of Germany“ auf einen Schlag überzeug hatte.

 Als Special-Guest des Abends griff Frizz Feick in die Keyboard-Tasten: Der Ahnser Pop-Poet begleitete Réne Noçon zu Beginn des zweiten Konzert-Sets nicht nur bei dem „Gold von morgen“ von Alexa Feser, sondern steuerte mit „Meine Liebe“ vom 1997 erschienen Feick-Album „Früh genug“ auch einen eigenen Song bei. „Ich geb’s zu, das war bisher ganz schön schmusig“, läutete Réne Noçon anschließend den wesentlich rockigeren Teil des Abends mit „Ohne dich“ der Hamburger Grunge-Rocker Selig ein, gefolgt von „This goes out to the one I love“ von REM. Richtig verausgaben durften sich Sänger, Musiker und Publikum bei „Tainted love“ von Soft Cell, „Are you gonna gonna go my way“ von Lenny Kravitz und – natürlich – „Sex on fire“ der Kings of Leon, bei dem René Noçon das Publikum minutenlang zum lautstarken Mitsingen animierte. Mit „Under the bridge“ erwiesen die wiederauferstandenen Bushfire den Red Hot Chili Peppers die Ehre, und vor Nirvana und Kurt Cobain verbeugten sie sich mit ihrer Interpretation von „Smells like teen spirit“. Und so richtig die Seele aus dem Leibe röhren, das durfte René Noçon mit dem unsterblichen purpurnen Regen von Prince.

 Den emotionalen Höhepunkt des Abends lieferte allerdings Claudius „Wutz“ Kohlmann, der vor Beginn des Auftritts das Publikum mit musikalischem DJ-Programm in Feierlaune gebracht hatte, als er in der Pause zwischen den beiden Konzert-Sets auf offener Bühne unter lautstarkem Beifall seiner Lebensgefährtin Dani Pütz einen Heiratsantrag machte, den diese gar nicht anders konnte als mit „Ja“ zu quittieren, musikalisch begleitet von René Noçon am Keyboard mit Elton Johns „Your song“.

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