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Schmissige Arrangements verblüffen

Stadthagen / Konzert Schmissige Arrangements verblüffen

Stadthagen. Schmissig arrangierte Klassiker, dazu allerhand Modernes und Populäres ist am Sonntag in der Aula des Ratsgymnasiums Stadthagen (RGS) erklungen. Es musizierten das Sinfonische Blasorchester Schaumburg unter der Leitung von Stephan Winkelhake sowie die von Lars Bögel dirigierte „Schaumburger Trachtenkapelle“.

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Bildunterschrift: Das Sinfonische Blasorchester Schaumburg unterhält mit eindrucksvollen Arrangements.

Quelle: han

Stadthagen. „Sinfonisch“ sei nur die Besetzung, nicht aber das Repertoire, stellte Winkelhake klar. „Wir spielen, was wir wollen.“ Und das ist auch gut so. Nicht wenige verblüffende Arrangements hatten die Bläser in petto. Die Bearbeitung von „It’s a sin“ tauchte den „Pet-Shop-Boys“-Klassiker in ein neues Licht. Die nur entfernt verwandten, kaum noch funktionalen Akkordfolgen am Schluss beeindruckten mächtig. Noch ungewöhnlicher war die Fassung des „The Zombies“-Klassiker „She’s not there“. Auch hierbei wurde eine bekannte Komposition neu entdeckt. Was will man mehr.

Mit einem Ballett-Medley wurden die 34 Musiker dann doch noch sinfonisch. Jedoch auch in diesem Fall erfreuten sie mit klanglichen Kapriolen. Beschwingt, gut gelaunt, zuweilen deftig kamen die bekannten Melodien daher. Offenbachs Barcarole gefiel auf Anhieb und wurde nur noch übertroffen von flotten Ohrwürmern aus Tschaikowskis „Schwanensee“. „Ich war kurz geneigt, zu tanzen“, lautete Winkelhakes Kommentar. Das Eigenlob war mehr als berechtigt.

Energetisch, strahlend und stolz wirkte die Festival-Ouvertüre „Majestia“ von James Swearingen. Ein beliebtes Stück im Repertoire vieler Bläser ist die Oscar-prämierte Filmmusik „Exodus“ von Ernest Gold. Mit viel Strahlkraft und Präzision wurde musiziert. Eine Zugfahrt durch den US-Bundesstaat Oregon bebildert die Musik „Oregon fantasy for band“ von Jacob de Haan. Das vielgestaltige Werk ist in seinem überschäumenden Einfallsreichtum ein typischer „de Haan“. Die Bläser meisterten das Werk mit viel Sinn für Farben und Schattierungen.

Volkstümlich ging es nach der Pause weiter. Die „Schaumburger Trachtenkapelle“ unterhielt mit zackigen und schwungvollen Rhythmen wie zum Beispiel der böhmischen Blasmusik „Textilaku“ von Karol Pádivý. Das Publikum belohnte den kurzweiligen Konzertnachmittag mit viel Applaus. han

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