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Schneeflocken in Noten

Jugendblasorchester füllt Kirchenschiff mit festlichem Klang Schneeflocken in Noten

Sie waren schon ein paar Jahre nicht mehr in Steinbergen zu Gast, doch das große Langschiff der St.-Agnes-Kirche wirkte am Sonntag wie gemacht für den vollen Klang des Jugendblasorchesters der Stadt Rinteln.

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Das Jugendblasorchester der Stadt Rinteln unter der Leitung von Frank Schmitz erntet bei seinem Weihnachtskonzert in der Steinberger Kirche viel Beifall.

Quelle: dil

Von Dietrich Lange

Steinbergen. Und das auf der dem Altarraum gegenüberliegenden Seite Denis Gora an der Orgel zeitweise einen musikalischen Gegenpol setzte, machte das Klangerlebnis noch opulenter. Der Widerhall von dem Mauern setzte ein vielleicht ungewolltes, aber gern genommenes Sahnehäubchen oben drauf.

Frank Schmitz, der das Jugendblasorchester vor mehr als einem Jahr übernommen hat, ließ sich von einem Bläser in der Moderation vertreten, hatte aber die musikalische Gesamtleitung. Pastor Stephan Strottmann bescheinigte dem Orchester nach der Hälfte des Programms, sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert zu haben. Kein Wunder, dass die mehr als 100 Zuhörer immer wieder dankbar Beifall spendeten.

Die Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach ließ auf den Blasinstrumenten die sonst hierfür übliche Orgel vergessen. Zum „Augen schließen und genießen“ waren auch die meisten weiteren Stücke – mal bekannte Ohrwürmer wie „Jingle bells“, mal weniger bekannte Werke wie „Erasmus Tales“ und „Choral and Rock Out“. Besonders eindrucksvoll, wie bei dem Spiritual „Nobody knows the trouble I have seen“ die Saxofonisten stehend als Sologruppe einen getragenen Beginn spielten, sich dann das Tempo unter Händeklatschen steigerte.

Dieses Spiritual aus Amerika nahm Strottmann zum Anlass, zu fragen, was es mit Weihnachten zu tun habe? Auch in der heutigen Zeit gebe es viel Streit und Gewalt. In der Weihnachtszeit hofften aber viele, dass Frieden in das Leben einzieht, das man anderen eine Freude macht, damit die Welt ein bisschen besser wird. Strottmann wünschte den Besuchern eine Weihnachtszeit voll kleiner Wunder.

Mit Unterstützung der Orgel ging es dann im Programm weiter: „Classical Canon“ von Johann Pachelbel. Es folgte ein Kanon mit zunächst leisem Tubaspiel als Grundton, in das sich nach und nach die anderen Instrumente einschalteten, um sich später wieder auszuklinken und die Tuben leise ausklingen zu lassen. Der Welthit „White Christmas“ von John Irving, berühmt durch Bing Crosby, klang wie schneeflocken in Noten. Sehr interessant danach der „Christmix“ aus Bruchstücken von Weihnachtsliedern, zusammengehalten von Klängen aus der Filmmusik von „The Pink Panther“.

Zu „Tochter Zion“ begaben sich drei Trompeter wegen des besseren Raumklangs kurz auf die Kanzel. Mitreißend und gefühlvoll danach „Varitations on Shalom Chaverim“ von Andreas L. Schulte. Mit „Christmas Variations“ und „O Du fröhliche“ zum Mitsingen endete das begeistert aufgenommene Konzert.

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