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Schubert statt Schumann

Stadthagen / Liederabend Schubert statt Schumann

Statt einem Tenor konnten die Konzertbesucher am Sonnabend einer Sopranistin lauschen. Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls stand im Kaminsaal des Schlosses nicht, wie geplant, Tenor Maximilian Schmidt auf der Bühne.

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Gerold Huber und Ruth Ziesak werden nach ihrem Auftritt mit reichlich Applaus vom Publikums belohnt.

Quelle: mak

Von MArtina Koch Stadthagen. Aber ein Ersatz war schnell gefunden. An seiner Stelle trat die international bekannte Sopranistin Ruth Ziesak auf, begleitet von Gerold Huber am Klavier.

 So gab es statt Schubert Schumann zu hören: Auf dem Programm stand unter anderem der Liederzyklus op. 39 und Lieder von Gustav Mahler. „Der erste Teil ist optimistischer geprägt, der zweite wird etwas melancholischer“, kündigte Bernward Bock vom Kulturverein an. Das Ende warte jedoch mit einem fröhlicheren Abschluss in D-Dur auf, wie Bock in seiner Begrüßung ergänzte.

 Unter dem Beifall der Besucher schritten schließlich die Hauptakteure des Abends in den Saal. Ziesak, in eine elegante schwarze Robe gekleidet, konzentrierte sich voll und ganz auf den Einsatz ihrer kräftigen Stimme. Dank der guten Akustik des Kaminsaals breitete sich ihr voluminöses Organ im ganzen Raum aus. Die besungenen Emotionen fanden sich auch im Gesicht der erfahrenen Sopranistin wieder.

 Gerold Huber wirkte zwischenzeitlich sehr angestrengt, was jedoch keinen Einfluss auf sein Spiel hatte. Bewusst Akzente zu setzten, gehörte ebenso zu den charakteristischen Merkmalen seines Auftritts, wie das Betonen der unterschiedlichen dargebotenen Emotionen Ziesaks. Das kam beim Publikum gut an. Nach jedem vollendeten Abschnitt wurde die Leistung der beiden Musiker mit reichlich Applaus belohnt.

 Lediglich eine Sache störte Bock an diesem Abend: die geringe Besucherzahl. „Ich finde es sehr schade, vor allem, da wir mit Ziesak und Huber zwei hochkarätige Musiker für unseren Liederabend gewinnen konnten“, schloss Bock ab. mak

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