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„Tartuffe“ begeistert in Bad Nenndorf

Bad Nenndorf „Tartuffe“ begeistert in Bad Nenndorf

Die bekannteste Komödie des französischen Dichters Molière hat in Bad Nenndorf für ein fast ausverkauftes Kurtheater gesorgt. Gleich zu Beginn sorgte die Musik des „Pink Panther’s Theme“ und ein üppiges Requisitenbild für die richtige Stimmung im Saal.

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Quelle: r

Bad Nenndorf. Im Haus der Familie Orgon hatte sich eine verzweifelte Stimmung verbreitet. Der Vater und seine Mutter waren auf einen Hochstapler und Betrüger hereingefallen: Monsieur Tartuffe hatte die beiden fest im Griff. Herrlich schmierig und aalglatt glänzte in dieser Rolle Peter Nüesch. Dreist machte er auch noch der Dame des Hauses Avancen, starrte in ihren Ausschnitt mit den Worten: „Was für eine herrliche Klöppelarbeit!“
Herausragend und verschmitzt spielte Luna Metzroth Dorine die Zofe. Sie hatte ihre Augen und Ohren überall und zog fast unsichtbar an allen Fäden. Ihr ursprüngliches Ziel war es, die beiden Liebenden Mariane und Valere zusammenzubringen. Dann aber musste sie auch für den Rest der Familie einspringen, um diese zu retten.
Lange Zeit schien es, als ob Tartuffe mit seiner Scheinheiligkeit und seiner Fähigkeit, alle Umstände zu seinen Gunsten zu nutzen, den Hausherrn übers Ohr hauen und sogar sein Vermögen erschleichen würde. Erst als Elmire, die Hausherrin, ihren Mann dazu brachte, ein Komplott mit ihr durchzuziehen, kamen die Schandtaten ans Licht. Dafür musste die ganze Familie zusammenhalten und mitspielen.
Das Publikum war wie gebannt von den Wendungen der letzten beiden Akte. Zu guter Letzt schien es, als ob zwar der selbstgefällige Gast enttarnt war und ins Gefängnis wanderte. Aber Haus und Vermögen waren verloren und Orgon, der Hausherr, musste auch noch ins Gefängnis. Erst als der König einschritt, konnte auch diese Verleumdung, die Tartuffe angezettelt hatte, ausgeräumt werden. So atmete das Publikum hörbar auf, als alle wieder glücklich waren – und spendete begeistert Beifall für das Ensemble.

von Andrea Riekena

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