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Vertieft im musikalischen Waldspaziergang

Ulrike Dangendorf spielt im Schloss Baum Vertieft im musikalischen Waldspaziergang

Mit ihren von musikalischer Virtuosität und viel Gefühl getragenen Konzerten hat sich die Solo-Akkordeonistin Ulrike Dangendorf auch in der hiesigen Region einen Namen gemacht.

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Beherrscht ihr Instrument meisterhaft: Die Solo-Akkordeonistin Ulrike Dangendorf.

Quelle: wk

Insofern war ihr jüngstes vom Evangelischen Jugendwerk Schaumburg organisiertes Gastspiel im Schloss Baum für Liebhaber ihrer Musik ein im positiven Wortsinn Pflichttermin. Die Zuschauerreihen waren fast voll besetzt.

 Die studierte Musikerin vertiefte sich bei dem mit „... aus tönernder Luft – eine poetische Reise im Luftstrom des Akkordeons“ überschriebenen Konzert voll und ganz in ihre eigenen Kompositionen und ließ die mal temperamentvoll, mal verträumt klingenden Stücke allein wirken. Zwischen den facettenreich arrangierten Liedern aber war genug Raum für ein paar persönliche Anmerkungen und thematische Überleitungen.

 So erfuhren die Zuhörer etwa, dass Dangendorf eine Patenschaft für eine Tadschikistanische Wollziege übernommen hat, die in einem auf den Erhalt alter Haustierrassen spezialisierten Zoo gehalten wird und der sie ihr Instrumentalstück „Der Tanz der Ziege“ gewidmet hat.

 Wie überhaupt der Künstlerin manches aus ihrem Leben, das ihr wichtig und erwähnenswert erscheint, Anstoß für darauf gemünzte Kompositionen gegeben hat. Ihr „guter, alter LT28“ beispielsweise: Ein Kleintransporter Marke Volkswagen, den sie in all den Jahren, in denen sie mit diesem Fahrzeug bereits durch die Lande tourt, als treuen „Reisebegleiter“ lieb gewonnen habe. Oder die Hamelner Luisenstraße, in der sie ein auf einem Gartengrundstück stehendes Haus bewohnt und der sie ein „Liebeslied“ („Für Luise“) geschrieben hat.

 Und nicht zuletzt war da noch der große Wald, durch den Dangendorf musikalisch spazierte und den sie als einen Ort der Stille beschrieb, in dem „kleine und große Wesen symbiotisch miteinander verbunden“ sind. Wo man „Quellen mit winzigen, sprudelnden Wirbeln“ entdecken kann, der majestätisch die Szenerie betretende „Waldkönig“ zu beobachten ist und mitunter auch mal von einer entfernten Lichtung her „mitreißendes Gelächter“ zu hören ist, das alsbald aber wieder verklingt. wk

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