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„Wer Sorgen hat, …“

Bad Rehburg/ Wilhelm Busch „Wer Sorgen hat, …“

Lebensstationen des berühmtesten Niedersachsen hat der Fernsehjournalist Peter von Sassen mit einem audiovisuellen Themenabend in der „Romantik Bad Rehburg“ präsentiert. Natürlich ist es Wilhelm Busch, dem dieser Titel gebührt.

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Die explodierende Meerschaumpfeife des Lehrers Lämpel darf selbstverständlich in dem Vortrag Peter von Sassens nicht fehlen.

Quelle: ade

 

Bad Rehburg (ade). „Wer von Ihnen hat denn noch nie in einem Wilhelm-Busch-Album geblättert?“ – Kein Arm schnellte auf diese Frage nach oben und das verwunderte Peter von Sassen überhaupt nicht. Genau so, erzählte er, sei es ihm auch ergangen, als er diesen Vortrag über Wilhelm Busch auf einem Kreuzfahrtschiff am nördlichen Polarkreis gehalten habe mit einem Publikum aus Deutschen, Österreichern und Schweizern. Wilhelm Busch sei eben allgemein bekannt.

Dass die Erwartungen an das, was der Moderator zusammengestellt und mit rund 485 Bildern, mit Musik und O-Tönen unterlegt hat, bei einem Publikum, das sich nur zehn Kilometer von Buschs Geburtsort Wiedensahl traf, ungleich höher sein würden als am Polarkreis, dürfte ebenfalls klar sein. Aber auch für diese Versammlung von mehr oder minder informierten Experten hatte er die eine oder andere Kleinigkeit aus Buschs Leben ausgegraben, die eine Neuigkeit sein dürfte.

Und dass es immer ein Vergnügen ist, auch alt bekannte Verse und Weisheiten von Busch zu hören – zumal von einer Stimme, die in der Lage ist, solch einen Vortrag ab und an auch mit typischem Dialekt zu versehen – ist ohnehin klar. Bereits zu Beginn hat von Sassen sein Publikum eingefangen und auf seine Reise durch Buschs Leben mitgenommen, indem er aufforderte, Sprüche zu ergänzen. Und wer kann das nicht, wenn der Anfang lautet: „Es ist ein Brauch von alters her, …“

Ob Busch nun wirklich, wie oft behauptet, ein notorischer Junggeselle war oder er eigentlich doch gerne verheiratet gewesen wäre, welches seine Lieblingsspeisen waren und dass er dem ausgefallenen Gericht ‚Pfannkuchen auf Salat’ ein Gedicht gewidmet hat und auch, dass Busch mit ‚Max und Moritz’ keineswegs reich wurde, obwohl die Geschichte in sieben Streichen schon zu seinen Lebzeiten ein echter Bestseller war, sind nur einige der Erzählungen, die von Sassen zusammengetragen hat. Wenn dann noch das ‚Klipp, klapp’ einer Mühle über Lautsprecher tönte, wurden auch Buschs schönste Jugenderinnerungen an die Zeit in der Mühle in Ebergötzen lebendig.

Wer den Vortrag verpasst haben sollte, hat noch eine Chance, Peter von Sassen ganz in der Nähe zu erleben: für Donnerstag, den 31. Oktober, 20 Uhr, ist er ins Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl eingeladen – um von Wilhelm Busch zu erzählen.

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