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Zu den Wurzeln der „Carols“

Kultur Zu den Wurzeln der „Carols“

„Weihnachten um 1600“ war der Titel des Programms, das jetzt in der Kirche Petzen zu hören gewesen ist.

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Marni Schwonberg (Sopran) und Gero Parmentier (Laute).

Quelle: mig

Petzen. Gero Parmentier (Laute) und Marni Schwonberg (Sopran) brachten dabei unter anderem „Carols“ aus England und „Arie di natales“ aus Italien zu Gehör.

 Zwei Musiker, die an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis studiert haben, im kleinen Petzen? Es ist schon erstaunlich, wie es Pastor Heinz Schultheiss, dem Spiritus Rector der Musikveranstaltungen, seit Jahren immer wieder gelingt, interessante Musiker „an Land zu ziehen“ und so das heimische Kulturprogramm zu bereichern.

 Eine echte Bereicherung gerade in der Weihnachtszeit bildete auch das Konzert des Duos. Statt des üblichen „Advent-Eintopfs“ gab es authentische Weihnachtslieder aus der Zeit um 1600. Ziel des Konzerts war eine Suche nach den Wurzeln der „Carols“ – eine Suche, die sich wohltuend von manch anderem Konzert in diesen Tagen absetzte.

 Orientierung vermittelten die vorangestellten Bibelzitate, die den jeweiligen Abschnitt einleiteten. Den Anfang dabei machte das Lied „O magnum mysterium“ – eine festliche Hymne des „wundervollen Sakraments“ der Geburt Jesu. Leichtfüßig hangelt sich Schwonberg durch die Koloraturen, die sichere und fehlerfreie Intonation macht das Konzert zu einem Genuss. Gleiches gilt für Parmentier. Sein sicheres, ausdrucksstarkes Spiel versetzt den Zuhörer an die Höfe und in die Häuser des 17. Jahrhunderts.

 Kurzum: Ein gelungenes Experiment, das die Wurzeln des heutigen „Advent-Songbooks“ freilegte und Parallelen aufzeigte.

Von Michael Grundmeier

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