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Zombie-Film-Vater George A. Romero ist tot

Kult-Regisseur Zombie-Film-Vater George A. Romero ist tot

Mit dem Kultfilm „Die Nacht der lebenden Toten“ brachte George A. Romero nicht nur Zombies auf die Leinwand – sondern setzte Standards, die bis heute für das Genre gelten. Nun ist der Regisseur gestorben.

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Wurde 77 Jahre alt: George A. Romero

Quelle: dpa

New York.  Der Schöpfer von Zombie-Filmklassikern wie „Die Nacht der lebenden Toten“, George A. Romero, ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 77 Jahren nach einem Kampf gegen Lungenkrebs, wie seine Familie in einer Mitteilung durch seinen Manager Chris Roe bekannt gab. Er sei gestorben, während er die Filmmusik des Klassikers „Der Sieger“ gehört habe und seine Frau sowie seine Tochter an seiner Seite gewesen seien.

Der Filmemacher galt als Vater der Zombie-Filme. Er drehte ein Dutzend Gruselstreifen, darunter “Crazies“, „Zombie“ und „Land of the Dead“. 2009 stellte der Altmeister beim Filmfest in Venedig mit „Survival of the Dead“ sein letztes Regiewerk vor.

„Die Zombies konnten alles sein“

Mit seinem Regisseurdebüt, dem Horrorfilm „Die Nacht der lebenden Toten“ von 1968 schuf Romero, Standards, die bis heute für Zombieverfilmungen gelten.

Besonders war, dass Romeros Untote stets mehr als Kannibalen waren: Sie waren Metaphern für an die Gesellschaft angepasste Menschen, Kommerzialisierung, Klassenunterschiede, Rassismus oder Militarismus.

„Die Zombies konnten alles sein“, sagte Romero in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP im Jahr 2008. „Sie konnten eine Lawine sein, ein Orkan. Es ist eine Katastrohe da draußen. In den Geschichten geht es darum, wie Menschen dabei versagen, richtig zu reagieren. Sie versagen, damit umzugehen“, erklärte er. „Sie bleiben da, wo sie sind, statt zu erkennen, dass etwas zu groß für uns ist. (...) Das ist der Teil, der mir immer gefallen hat.“

In seinem Werk „Die Nacht der lebenden Toten“ bewegen sich die Untoten langsam, sehnen sich nach menschlichem Fleisch und können nur durch einen Schuss in den Kopf getötet werden. Wenn der Zombie einen Menschen beißt, wird auch dieser zum Untoten. Diese Merkmale sind bis heute fest in Zombie-Film-Charakteren verankert.

Ein Meisterwerk für 100.000 Dollar

Der damals mit einem Budget von rund 100.000 Dollar gedrehte Streifen handelt von Leichenfressern („Ghuls“), die eine Gruppe von Menschen attackieren, die sich in einem Farmhaus versteckt halten. Die Forschungsbibliothek des US-Kongresses erklärte den Schwarzweiß-Film 1999 zum Meisterwerk und nahm ihn in die Liste jener Filme auf, die als besonders erhaltenswert gelten.

Viele werteten den Film als sozialkritisches Stück über Rassismus in den Vereinigten Staaten. Der einzige Schwarze in der Erzählung überlebt zwar die Zombies, wird anschließend jedoch von weißen Rettungskräften erschossen.

Zehn Jahre später drehte Romero den Klassiker „Zombie“ (englischer Titel „Dawn of the Dead“), bei dem sich Menschen gegenseitig in einem Einkaufszentrum angreifen, während draußen Untote wüten. Romeros Zombies inspirierten zahlreiche Regisseure zu Imitationen, Neuverfilmungen und Hommagen.

Von ap/dpa/RND/zys

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