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FBI-Chef entlastet Hillary Clinton

E-Mail-Affäre FBI-Chef entlastet Hillary Clinton

Im Endspurt des Wahlkampfs spricht das FBI Hillary Clinton erneut in der E-Mail-Affäre von kriminellem Verhalten frei. Der Demokratin könnte das in der Zielgeraden helfen.

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Hat wieder Grund zu lachen: Hillary Clinton am 06.11.2016 in einem Café in Philadelphia.

Quelle: GETTY

Washington. Eine Prüfung neu entdeckter E-Mails hat keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ergeben. Das teilte der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, am Sonntag in einem Brief an Kongressmitglieder mit. Die neuerliche Untersuchung hatte Clinton zuletzt leichte Einbußen in den Umfragen beschert.

Clinton-Führung auch vor Comey-Brief stabil

Clinton und ihr Kontrahent Donald Trump waren am Wochenende rastlos durch die am meisten umkämpften Bundesstaaten gereist, um die möglicherweise entscheidenden Stimmen für einen Sieg am 8. November zu gewinnen. Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ zeigte Clinton US-weit mit fünf Prozentpunkten vor ihrem Rivalen. Eine Erhebung von NBC und „Wall Street Journal“ ergab einen Vorsprung von vier Punkten. Wichtiger noch: Umfragen zeigen weiterhin eine solide Führung für Clinton bei den Stimmen im Wahlmännergremium, das am Ende den Präsidenten entsprechend den Ergebnissen in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt.

„Wir sind froh, dass diese Angelegenheit gelöst worden ist“

Das für sie glimpfliche Ende der FBI-Untersuchung wird das Clinton-Team befeuern: „Wir sind froh, dass diese Angelegenheit gelöst worden ist“, hieß es dort am Sonntag. Behördenchef Comey teilte mit, es habe sich nichts an den Erkenntnissen vom Juli nach Abschluss früherer Ermittlungen geändert. Clinton habe sich zwar extrem sorglos verhalten, aber nichts getan, was eine strafrechtliche Verfolgung rechtfertige, so die damalige Bewertung. Bei den Untersuchungen ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten Server in ihrem Haus auch für dienstliche Korrespondenzen genutzt hat.

Zeitpunkt der FBI-Veröffentlichung hatte für Empörung gesorgt

Wäre dadurch die Sicherheit der USA gefährdet worden, hätte das zu einer Anklage führen können. Der republikanische Kandidat Trump hatte ihr immer wieder kriminelles Verhalten vorgeworfen, seine Anhänger forderten, die frühere Außenministerin ins Gefängnis zu sperren. Comey hatte Ende Oktober in einem Brief an Kongressabgeordnete erklärt, seine Behörde werde neu entdeckte E-Mails prüfen. Vor allem der Zeitpunkt der Bekanntgabe – nur elf Tage vor der Präsidentenwahl – hatte für Unmut gesorgt.

Von RND/dpa

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