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Nach Twestens Austritt: Grüne ändern Wahl-Slogan

"Jetzt erst recht" Nach Twestens Austritt: Grüne ändern Wahl-Slogan

Als Reaktion auf den Wechsel der Landtagsabgeordneten Elke Twesten zur CDU haben Niedersachsens Grüne ihren Wahlkampfslogan geändert. Er lautet „Jetzt erst recht“ und ist nach den Worten der Landesvorsitzenden Meta Janssen-Kucz einer Internetaktion entsprungen.

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„Nach vorn schauen“: Anja Piel soll Spitzenkandidatin werden.

Quelle: dpa

Hannover. „Wir haben am vergangenen Freitag so viele Twittermeldungen mit dem Hashtag ,jetzt erst recht’ bekommen, dass sich dieser Slogan geradezu aufgedrängt hat", sagte Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz. Sechs Tage nach dem Verlust der rot-grünen Mehrheit im Landtag wirken die Grünen geradezu aufgereizt. „Wir sind für den Wahlkampf motiviert bis in die Haarspitzen“, sagt Umweltminister Stefan Wenzel. Der Abgang der Abtrünnigen scheint die Grünen geradezu zu beflügeln.

Die Kränkung scheint tief

Am Mittwoch haben sie die Planungen für eine Landesdelegiertenkonferenz in Göttingen vorgestellt, bei der die Listenplätze für die Landtagswahl besetzt werden sollen. Auf Platz eins ist die bisherige Fraktionsvorsitzende im Landtag vorgesehen, die Hamelnerin Anja Piel. Auf Platz zwei der Göttinger Stefan Wenzel. Bei einer Pressekonferenz zur Landesdelegiertenkonferenz betonten sowohl Piel, Wenzel als auch die Parteivorsitzenden Janssen-Kucz und Stefan Körner, man wolle jetzt in erster Linie nach vorn schauen. Dennoch scheint die Kränkung, die Twesten ihren Parteifreunden versetzte, tief zu sein. „Wir spüren überall eine sehr hohe Motivation und streben am 15. Oktober 2017 wieder ein zweistelliges Ergebnis an“, sagt Janssen-Kucz. 2013 hatten die Grünen mit 13,7 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in Niedersachsen eingefahren.

Nach Piels Angaben ist in der Öko-Partei in der Regierungskrise „ein echter Aufbruch“ zu erleben. Rücktrittsgedanken hat Piel, die Twestens Austritt nicht verhindert hat, nicht gehabt. Aus Fraktion und Partei seien solche Forderungen auch nicht erhoben worden, sagen die anderen. Man sei sich völlig einig, dass Twestens Austritt die Partei zusammengeschweißt habe. Man werde im jetzt beginnenden Wahlkampf auch mit den Wählern „über Anstand und Stil sowie über Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit“ reden, sagte Wenzel.
Die Möglichkeit einer schwarz-grünen Koalition ist nach Janssen-Kuczs Worten „in weite Ferne gerückt“. Zum derzeitigen Koalitionspartner gehen die Grünen in Sachen VW auf Abstand und erneuern ihre Forderung, dass nach einem Wahlsieg auch ein grüner Mann oder noch besser eine grüne Frau in den VW-Aufsichtsrat rücken sollte. „Ein Umweltexperte, denn Autoexperten haben wir im Aufsichtsrat genug“, sagt Piel.

Beim Parteitag tritt überraschend jetzt auch Birgit Brennecke an. Sie hatte Elke Twesten in Rotenburg aus dem Rennen geschlagen und am vergangenen Freitag gegen 11 Uhr ihre Bewerbung angekündigt – kurz nach Twestens Abgang.     

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