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Gesunkenes Güterschiff wird gehoben

Mittellandkanal Gesunkenes Güterschiff wird gehoben

Stau auf dem Mittellandkanal. Mehr als 50 Schiffe warten auf die Weiterfahrt. Niederländische Experten bergen ein gesunkenes Frachtschiff - erst wenn es weggeschoben ist, fließt der Verkehr wieder. Bei der Bergung hat sich ein Riss im Rumpf vergrößert und die Aktion verzögert.

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Die "Rothensee" ist bei der Bergung in der Mitte auseinandergebrochen.

Quelle: dpa

Oebisfelde. Am Mittellandkanal bei Oebisfelde wird seit Mittwochmorgen das gesunkene Güterschiff geborgen. Die Aktion habe gegen 8.00 Uhr begonnen, am Vormittag habe ein Wasserkran das Heck des Schiffs etwa drei Meter aus dem Wasser gehievt, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Uelzen. Nach und nach sollen das Wrack ausgepumpt und Lecks geschlossen werden, um das Schiff schließlich wegzuschieben. Die 300 Tonnen schwere und 67 Meter lange „Rothensee“ war am Dienstag vergangener Woche bei einem Anlegeversuch mit einem anderen Güterschiff zusammengestoßen und gesunken. Sie liegt quer im Kanal und versperrt den Weg. Laut dem Sprecher warten derzeit mehr als 50 Schiffe auf die Durchfahrt.

Bei der Bergung des havarierten Frachtschiffes hat sich ein Riss im Rumpf vergrößert und die Aktion verzögert. Es sollten nun Platten über den klaffenden Spalt geschweißt werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Uelzen.

Derzeit sinke der Wasserstand der Elbe, so dass beladene Güterschiffe nur eingeschränkt fahren könnten. Sie seien auf den Mittellandkanal angewiesen, der gleichbleibende Wasserstände bietet. Wie lang die Bergung dauern wird, ist laut dem Sprecher noch nicht zu sagen. Es handele sich um ein vorsichtiges Vortasten. Bis zur Bergung durch eine niederländische Spezialfirma sei das Ausmaß der Schäden nicht bekannt, sagte der Sprecher weiter. Im trüben Wasser konnten Taucher das Wrack bislang nur abtasten. Es lag vier bis viereinhalb Meter tief im Wasser. Das Schiff hatte mehr als 800 Tonnen Eisenbarren geladen - die Fracht war zuvor schon geborgen worden. Die „Rothensee“ soll zum Abwracken in einen Hafen gebracht werden.

dpa

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