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Universitäts-Professor verliert wegen Kinderpornos seinen Job

Göttingen Universitäts-Professor verliert wegen Kinderpornos seinen Job

Weil er auf seinem Dienstcomputer kinderpornografische Fotos und Videos gespeichert hatte, ist ein Göttinger Universitäts-Professor seinen Job los: Dass der Beamte auf Lebenszeit aus dem Dienst entfernt worden ist, sei rechtmäßig, entschied das Verwaltungsgericht Göttingen an diesem Dienstag.

Der verheiratete Familienvater hatte mehr als ein Jahr lang kinderpornografische Dateien aus dem Internet auf seinen dienstlichen Computer heruntergeladen. Die Universität hatte den Wissenschaftler nach Bekanntwerden der Vorwürfe vor zwei Jahren vom Dienst suspendiert. Zu Recht, wie Gerichtspräsident Thomas Smollich in der Urteilsbegründung erläuterte: Der Professor habe durch sein Verhalten das Vertrauensverhältnis zu seinem Dienstherren zerstört.

Das Herunterladen der kinderpornografischen Dateien auf den Universitätsrechner sei ein schweres Dienstvergehen, das zur Entfernung aus dem Beamtenverhältnis führen müsse. Studenten könne man nicht zumuten, von einem akademischen Lehrer unterrichtet zu werden, der Kinderpornos besitze und betrachte.

Erschwerend wertete das Gericht, dass der Wissenschaftler auch nach der Sicherstellung seines Dienstrechners weiterhin kinderpornografisches Material aus dem Internet auf seinen Privatrechner geladen habe.

Das Gericht folgte in seiner Entscheidung dem Antrag der Hochschule. Deren Rechtsvertreterin hatte die Entfernung aus dem Dienst als härtest mögliche Disziplinar-Maßnahme auch „aus generalpräventiven Gründen“ gefordert. Der Anwalt des Professors dagegen hatte „nur“ eine Gehaltskürzung verlangt.

Der Wissenschaftler selbst, der zu Beginn des Jahres für das Herunterladen der Kinderpornos einen Strafbefehl in Höhe von 9000 Euro erhalten hatte, erklärte in seinem Schlusswort, er sei fassungslos angesichts seines Verhaltens, das er zutiefst bereue. Das Gericht zeigte sich davon allerdings ebenso wenig beeindruckt wie von der Tatsache, dass sich der Wissenschaftler nach Bekanntwerden der Vorwürfe in psychologische Behandlung begeben hatte, um seine Neigung zur Kinderpornografie aufzuarbeiten. Dies, so sagte der Präsident, sei doch wohl eher eine Selbstverständlichkeit.

st/lni

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