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Ölpreis im freien Fall

Benzin wird immer billiger Ölpreis im freien Fall

Der Ölpreis gerät immer stärker ins Rutschen: Ein Fass der US-Sorte WTI kostete zuletzt nur noch 58,80 Dollar – so wenig wie zuletzt vor fünfeinhalb Jahren. Seit dem Sommer sind die Ölpreise um mehr als 40 Prozent eingebrochen.

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Der Ölpreis und damit auch der Benzinpreis für den Endverbraucher fällt weiter.

Quelle: dpa

Hannover. Der günstige Preis freut nicht nur die Industrie, sondern auch Autofahrer, die derzeit teils weniger als 1,30 Euro pro Liter Super bezahlen müssen. Allein innerhalb der letzten beiden Monate haben sich Benzin und Diesel um mehr als zehn Prozent verbilligt. Dabei ist der Preisverfall im Norden der Republik teils noch drastischer als im Süden. Hannover und Hildesheim gehören in Niedersachsen derzeit zu den Niedrigpreiszonen. Für die Landeshauptstadt wies die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts gestern Abend Minusrekorde von 1,11 Euro für den Liter Diesel und 1,23 Euro für Super E10 aus. Der durchschnittliche Tiefstwert für 100 deutsche Städte liegt bei 1,31 Euro. Experten gehen davon aus, dass der Ölpreis weiter fallen wird.

Vor allem die Aussicht auf ein starkes Überangebot im kommenden Jahr belastet den Markt. Die Produktion von US-Schieferöl ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, und die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich bisher nicht auf eine Produktionskürzung verständigt. Wichtige Produzenten wie Saudi-Arabien wollen anscheinend mit einer stabilen Produktion ihre Marktanteile verteidigen. Aber auch die schwächelnde Wirtschaft in Europa und China ist für die Talfahrt verantwortlich, weil die Krise zu einer sinkenden Nachfrage führt.

So lassen die fallenden Ölpreise die Sorge vor einer Deflation wachsen – also einer Abwärtsspirale aus rückläufigen Preisen und schrumpfender Wirtschaft. Auch deshalb gingen gestern europaweit die Aktienbörsen in die Knie, der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel zeitweise um fast zwei Prozent.

Auch die Währungen Öl produzierender Länder wie Kanada, Norwegen oder Russland mussten deutliche Kurseinbußen hinnehmen. Besonders hart trifft es Russland, dessen Wirtschaft zusätzlich unter den westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise leidet. Der Rubel taumelt von Rekordtief zu Rekordtief.

Von Frederik Richter
und Lars Ruzic

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