Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Streaming: Was können Zattoo, Magine TV und Co?

Fernsehen übers Internet Streaming: Was können Zattoo, Magine TV und Co?

Mit dem Ende des kostenlosen DVB-T-Empfangs bekommt das Fernsehen übers Internet neuen Zulauf. Die Online-Dienste funktionieren zu Hause genauso wie mobil auf dem Smartphone oder Tablet. Das ist unkompliziert – allerdings brauchen Nutzer eine gute Internetverbindung. Und für die privaten Sender muss man trotzdem zahlen. Fünf Anbieter im Test.

Auf dem Tablet, dem Handy oder verbunden mit dem TV-Gerät: Das Streaming macht Fernsehen mobil.

Quelle: dpa

Hannover. Mit DVB-T war alles recht simpel. Oft genügten eine Antenne am Fernsehgerät und ein kleiner Receiver, schon konnte man die gängigen Programme kostenlos empfangen. Doch der Umstieg auf den neuen Standard DVB-T2 HD ist meist mit Kosten verbunden. Und auch einen Satelliten- oder Kabelanschluss hat nicht jeder im Haus. In dem Fall kann Fernsehen über das Internet eine gute Alternative sein. Das Streaming funktioniert zudem auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Fünf Anbieter im Überblick:

Zattoo: Einer der bekanntesten TV-Streamingdienste ist Zattoo, das sich an internetfähigen Fernsehgeräten, am PC und mobil nutzen lässt. In der kostenlosen Version umfasst es mehr als 70 Sender, sechs davon in HD-Qualität. Darunter sind allerdings hauptsächlich Kanäle von ARD und ZDF. Außerdem ist das Streaming auf TV-Geräten – etwa mit der Samsung App – auf 30 Stunden im Monat begrenzt.

Beim Umschalten werden in der kostenlosen Version Werbespots eingespielt. Mit dem Premiumpaket für 9,99 Euro im Monat entfällt diese Werbung, außerdem sind damit Privatsender wie RTL und Pro7 verfügbar. Für Sender aus dem Ausland – etwa der Türkei oder Polen – werden zusätzliche Pakete angeboten. Eine Aufnahme- oder Time-Shift-Funktion, um zeitversetzt zu schauen, gibt es nicht. Allerdings sind ausgewählte Serien in einer Art Mediathek verfügbar. Das Premiumpaket ist täglich, monatlich oder jährlich buch- und kündbar.

In welcher Qualität das Fernsehprogramm gestreamt wird, hängt von der Leitung ab. Ist die Internetverbindung langsam, ist auch das Bild schlecht. Zattoo empfiehlt 7 Mbit/s für einen Stream in HD.

Magine TV: Der Streamingdienst Magine TV setzt ebenfalls auf eine kostenlose Basisversion. Diese beinhaltet 30 Sender, hauptsächlich von ARD und ZDF – HD-Sender gibt es nicht. Für 6,99 Euro im Monat bietet Magine die wichtigsten Privatsender, mehr als 20 davon in HD-Qualität, für ausgewählte Kanäle gibt es außerdem eine Mediathek. Programmaufzeichnung oder zeitversetztes Fernsehen sind allerdings auch bei Magine nicht möglich.

Waipu.tv: Die Besonderheit bei Waipu.tv ist der Empfang. Exaring, der Betreiber des Dienstes, verfügt nämlich über einen eigenen Glasfaserring in Deutschland. Dadurch sollen die Streams von Waipu stabiler und in besserer Qualität laufen – besonders in Stoßzeiten. Waipu ist im Gegensatz zu Zattoo und Magine nicht browserbasiert, sondern nur über die App abrufbar. Per Stream lässt sich das Bild auch auf dem TV anzeigen, etwa über Chromecast, Amazons Fire TV und nach Unternehmensangaben demnächst auch via Apple TV.

Kostenlos gibt es die öffentlich-rechtlichen Sender. Für knapp 5 Euro im Monat lassen sich im Comfort-Paket rund 60 Sender empfangen, außerdem gibt es dann die Möglichkeit, bis zu zehn Stunden Programm aufzunehmen (ausgenommen sind aus rechtlichen Gründen die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe). Waipu-tv funktioniert allerdings nur im heimischen WLAN – außer man bucht das Perfect-Paket für 14,99 Euro, dann können Kunden den Dienst auch im Mobilfunknetz nutzen. Im Perfect-Paket sind außerdem alle Programme in HD-Qualität und Aufnahmen von bis zu 50 Stunden möglich. Beide Pakete sind monatlich kündbar.

Telekom Entertain: Auch Telekom und Vodafone können TV-Dienste anbieten, die über ihr eigenes Netz funktionieren. Beim sogenannten IP-TV kommt das Signal über das Internet in einem Receiver an. „Die Anbieter können eine störungsfreie Verbindung garantieren“, sagt Nico Jurran, Redakteur beim Computermagazin „c’t“. Voraussetzung ist jedoch ein Internetanschluss beim jeweiligen Anbieter.

Der Telekom-Dienst Entertain verlangt eine Leitung von mindestens 16 Mbit/s. Er kostet in der Basisversion 5 Euro im Monat, plus 4,94 Euro monatlich für den Receiver. Das Paket umfasst rund 100 Sender, 20 davon in HD. Dazu gibt es Time-Shift, Programmvorschau, eine Aufnahmefunktion und viele Serien und Filme auf Abruf.

GigaTV: Ähnlich funktioniert auch GigaTV von Vodafone. Im günstigsten Paket für 8,99 Euro im Monat erhält der Kunde fast 150 Sender, 44 davon in HD und einen Aufnahmespeicher von 320 Gigabyte. Alle Pakete von Vodafone umfassen Time-Shift, Programmvorschau und viele Mediatheken.

Der Nachteil bei IP-TV ist die Vertragslaufzeit: Entertain muss für mindestens zwölf Monate, GigaTV sogar für 24 Monate gebucht werden. Bestands- und Neukunden können die Fernsehpakete aber oft vorteilhaft mit dem Internetanschluss kombinieren.

Von Julian Hilgers/RND

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
DAX
Chart
DAX 12.581,00 -0,11%
TecDAX 2.402,75 -0,29%
EUR/USD 1,1836 -0,09%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

MERCK 100,33 +1,97%
E.ON 9,27 +0,80%
RWE ST 19,24 +0,72%
DT. BÖRSE 89,60 -0,72%
FRESENIUS... 67,69 -0,66%
MÜNCH. RÜCK 175,95 -0,59%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 139,09%
Commodity Capital AF 108,36%
Allianz Global Inv AF 105,47%
Crocodile Capital MF 94,34%
BlackRock Global F AF 92,25%

mehr