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50 Arbeitsplätze wackeln

Obernkirchen/Gelldorf / Bornemann/Kunststoff Technik 50 Arbeitsplätze wackeln

Neuerliche Hiobsbotschaft für die Bergstadt: Nachdem erst vor wenigen Tagen die Firma Unimould angekündigt hatte, im Zuge der Neuausrichtung des Werkes bis zu 30 Arbeitsplätze zu streichen, kommt der nächste Schlag aus Gelldorf: Die ITT Bornemann trennt sich von der „Kunststoff Technik Obernkirchen“ (KTO).

Von Thomas Wünsche

Obernkirchen/Gelldorf. Die Produktion soll zum Jahresende eingestellt werden. Das hat das Unternehmen am Freitag in einer Pressemeldung mitgeteilt. Wie Betriebsratschef Axel Weinert erklärt, wackeln an der Industriestraße bis zu 50 Arbeitsplätze.

Der Geschäftsbereich der KTO, die seit mehr als 35 Jahren am Markt ist, zählt zur BorEx (Bornemann Exzenterschneckenpumpen GmbH); KTO entwickelt und produziert Rotoren, Statoren sowie Gummiverbund- und Gummiformteile für die Baubranche und die Industrie. Doch gerade im Baubereich „stellen sich seit Jahren die Marktgegebenheiten so dar, dass wirtschaftliche Erfolge nicht zu erzielen sind“, erklärt Angela Kohlmeier, Leiterin im Bereich Marketing & Kommunikation: „Bei Bau-Rotoren und Bau-Statoren herrscht ein besonders heftiger Wettbewerb, der letzten Endes zu Lasten der Erträge geht.“ Die Bauindustrie habe sich vom europaweiten, schweren wirtschaftlichen Einbruch bislang nicht erholt. Von daher „fehlen die Perspektiven für ein erfolgreiches Agieren“.

Gerade weil ITT Bornemann das globale Wachstum und eine internationale Nachfrage in seinen Kernmärkten „sehr positiv“ einschätze, gelte es, „sich von unrentablen Bereichen zu trennen und sich auf wachstumsorientierte Systeme und Produkte zu konzentrieren“, so Kohlmeier. Die Produktion in der KTO werde zum Jahresende eingestellt. Bestehende Optionen – wie der Verkauf – würden geprüft.

Das Segment Öl & Gas werde weiterhin als strategisch wichtig angesehen. Das Exzenterschneckenpumpen-Neupumpengeschäft werde deshalb – ebenso wie das Ersatzteil- und Servicegeschäft – wieder in die Joh. Heinr. Bornemann GmbH eingegliedert. Zusätzlich sieht man bei Bornemann die Möglichkeit, mit Exzenterschnecken-Multiphasenpumpen Lösungen für Applikationen mit geringeren Fördervolumina anzubieten.

„Wir sind vor etwa einer Woche im Wirtschaftsausschuss davon in Kenntnis gesetzt worden, dass die Zahlen für BorEx nicht gut aussehen“, berichtet Weinert. Dass es für die KTO um die Existenz geht und dass Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen – davon indes sei nicht gesprochen worden. Darüber sei der Betriebsrat erst kurzfristig am Mittwoch um 14 Uhr informiert worden; die Entscheidung selbst sei am Dienstag gefallen.

„Mir ist es noch nie so schwer gefallen, eine Versammlung abzuhalten“, sagt der Betriebsratschef. Die Mitarbeiter seien deprimiert, viele auch demotiviert. Denn es treffe vor allem langjährige Mitarbeiter, von denen viele über 50 seien.

Immerhin: „Kündigungen“, so Weinert, „sind bislang noch nicht ausgesprochen worden.“ Bis es soweit sei, würden auch noch etwa vier Wochen ins Land gehen. Wie viele der Mitarbeiter – und welche – am Ende gehen müssen: Das hänge auch davon ab, ob es gelinge, für die KTO einen Käufer zu finden oder nicht. Die Suche danach habe noch am gestrigen Freitag begonnen. „Bis dahin“, versichert der Betriebsratschef, „werden wir um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen.“

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