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Ahrens will expandieren

Lagerung gefährlicher Abfälle Ahrens will expandieren

Die Stadthäger Firma Ahrens plant den Bau einer Anlage zur Lagerung und Behandlung von Abfällen im Gewerbegebiet in Lahde. Dabei soll es sich um eine Anlage zur Zwischenlagerung und Behandlung von „nicht gefährlichen und gefährlichen Abfällen“ handeln.

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Lastwagen der Firma Ahrens könnten vermehrt bald auch in Lahde fahren.

Quelle: RG

Stadthagen/Lahde. Das vorgesehene Grundstück hat eine Größe von knapp 23.000 Quadratmetern. Der genaue Standort im Gewerbegebiet ist nicht bekannt.

 Die Stadt Petershagen ist am Genehmigungsverfahren zu beteiligen, übergeordnete Behörde ist die Bezirksregierung Detmold. Das Grundstück liegt laut Bebauungsplan im „Industrie- und Gewerbegebiet Lahde“ und ist für die entsprechende Nutzung ausgewiesen. Gemäß Paragraph neun der Baunutzungsverordnung dienen Industriegebiete, so wörtlich, „der Unterbringung von Gewerbebetrieben, und zwar vorwiegend solcher Betriebe, die in anderen Baugebieten unzulässig sind.“ Nach bisherigen Erkenntnissen sind die von der Firma Ahrens als „gefährlich“ eingestuften Abfälle kohlenteerhaltige Bitumengemische, Boden, Steine und Gleisschotter.

 Rein planungsrechtlich, so wird vermerkt, sei die Anlage an dieser Stelle zulässig. Petershagens Bürgermeister Dieter Blume bestätigte den Antrag der Firma, zum Verfahren selbst äußerte er sich öffentlich jedoch nicht: „Wir sind in der rechtlichen Prüfung.“

 Die Firma Ahrens, gegründet als Bauunternehmen bereits Mitte der siebziger Jahre, ist seit März 2010 auch zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Ahrens ist ein Tochterunternehmen des Baudienstleisters Matthäi in Verden und hat den Verwaltungssitz in Stadthagen. Weitere Niederlassungen gibt es in Bremen, Cremlingen und in Brößnitz.

 Mit eigenen Stärken wirbt das Unternehmen auch auf der Firmen-Homepage gegenüber möglichen Geschäftspartnern: „Als kompetenter Partner im Bereich Entsorgung und Transport von Abfällen erhalten Sie durch uns von Anfang an Rechtssicherheit und ein ,Komplett-Sorglos-Paket‘ im Bereich der Erstellung von Entsorgungskonzepten, -nachweisen, Begleit- und Übernahmescheinen.“ Erweitert worden sei die Produktpalette „um die Entsorgung von belasteten Böden und sonstigen belasteten Schüttgütern.“

 Konkrete Angaben, um welche Giftstoffe es sich bei dem dann in Lahde abgelagerten und zu behandelnden Müll handelt, gab es gestern trotz Anfrage aus der Firma nicht. Bis zum 6. Juni werde es aufgrund eines Urlaubs des Geschäftsführers keine Stellungnahme in dieser Sache geben, hieß es nur.

 Die Abfälle sollen aber dem Vernehmen nach in einer Sieb- und Brecheranlage und wohl einer weiteren Siebanlage behandelt werden. Die Lagerung und Behandlung des Abfalls soll in einer Wetterschutzhalle stattfinden.

 Das Thema dürfte in den nächsten Wochen und Monaten auch innerhalb der Petershäger Politik und Bevölkerung rege diskutiert werden. Auf der einen Seite fährt die Stadt gerade ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept und wäre auf Gewerbesteuereinnahmen dringend angewiesen. Auf der anderen Seite dürften Umweltaspekte eine Rolle spielen. Bauchschmerzen gibt es schon jetzt. Denn dass der Vermerk zu diesem offenbar frühen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit gelangt ist, schmeckt nicht allen. mt, ssr

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