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Alles andere als Mittelmaß

Landkreis Alles andere als Mittelmaß

Mittelständische Betriebe prägen die Unternehmenslandschaft im Landkreis Schaumburg. Einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover zufolge haben von den mehr als 6600 Betrieben fast 6000 nur bis zu neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

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 Die meisten Betriebe im Landkreis Schaumburg und den angrenzenden Regionen haben bis zu neun Mitarbeiter. Insbesondere im Einzelhandel sind die kleinen und mittleren Unternehmen vertreten.

Quelle: pr.

Landkreis. Lediglich 14 Unternehmen verfügen über mehr als 250 Arbeitnehmer.

 Die Gründe für die starke Stellung des Mittelstandes reichen dabei mehrere Jahre zurück, wie Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen, betont. „Der Strukturwandel hat zweierlei bewirkt: Große industrielle Arbeitgeber haben den Landkreis verlassen beziehungsweise Stellen abgebaut. Geblieben sind kleinere Unternehmen, gleichzeitig hat der Dienstleistungsbereich an Bedeutung gewonnen.“ In der Folge seien mehr als die Hälfte der hiesigen Arbeitnehmer in Betrieben mit bis zu 50 Arbeitnehmern beschäftigt.

 Der Strukturwandel hat Wrede zufolge dabei auch Auswirkungen auf die Dynamik des Arbeitsmarktes in Schaumburg. „In der Tendenz ist die Schaumburger Wirtschaft im vergangenen Jahrzehnt kleinteiliger und binnenorientierter geworden. Folgen sind eine geringere Wachstumsdynamik, aber auch im Umkehrschluss eine geringere Krisenanfälligkeit.“

 Ähnlich wie in Schaumburg sieht es in Sachen Unternehmensstrukturen in mehreren Nachbarlandkreisen aus: In Hameln-Pyrmont hat die IHK rund 5500 Kleinbetriebe registriert, lediglich 19 Unternehmen unter den 6300 gemeldeten Firmen beschäftigen mehr als 250 Arbeitnehmer. Auch in Holzminden sind mehr als 90 Prozent der 2800 Unternehmen im Bereich von bis zu neun Angestellten.

 „In den Nachbarkreisen des Weserberglandes haben größere Unternehmen bei der Beschäftigung eine höhere Bedeutung, wobei ich keine Anzeichen sehe, dass sich hieran in absehbarer Zeit viel ändert“, betont IHK-Experte Wrede. Alle Landkreise im Weserbergland teilen indes eine mehr oder minder ungünstige demografische Entwicklung und zunehmenden Aufwand bei der Deckung des Fachkräftebedarfs. „Inwieweit sich dies strukturverändernd auswirken kann, lässt sich noch nicht absehen“, hebt der IHK-Geschäftsstellenleiter hervor.

 „Während die ländlichen Bereiche eher weniger Großbetriebe haben und die große Mehrheit der Beschäftigten damit bei mittelständischen Betrieben ihr Geld verdient, ist die Anzahl und auch der Prozentanteil der Großbetriebe in Hannover sowie Göttingen und Hildesheim merklich höher“, schreiben die Autoren der Studie. „Allein in den 160 größeren Betrieben Hannovers arbeiten nach aktuellem Stand des Unternehmensregisters 120238 Beschäftigte.“ Dies sind der Erhebung zufolge 45 Prozent aller Beschäftigten in der Landeshauptstadt.

 Auch die Region Hannover ist durch diese Unternehmenslandschaft geprägt. Mehr als 60 Unternehmen haben jeweils mehr als 250 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, mehr als 400 Firmen haben zwischen 50 und 249 Angestellte. Von den 15 größten Konzernen in Niedersachsen sind zwölf in der Landeshauptstadt und der Region Hannover ansässig. Dazu gehören Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Automobilzulieferer Continental, die Deutsche Bahn, die Nord/LB, die Sparkasse Hannover und der Reisekonzern TUI.

 Erst auf Platz 16 folgt mit dem in Holzminden ansässigen Unternehmen Symrise ein Betrieb aus dem Weserbergland. Faurecia ist mit 900 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten die Nummer eins im Landkreis Schaumburg, im Niedersachsen-Vergleich belegt der Automobilzulieferer hingegen lediglich Rang 48.

 Insgesamt gibt es nach Angaben der IHK Hannover in Niedersachsen 329246 Betriebe mit rund 2,4 Millionen Beschäftigten. In der Summe zeige sich, dass 328000 Betriebe eine kleine oder mittlere Betriebsgröße haben, wie die Autoren der IHK-Erhebung betonen. Allerdings seien lediglich 1016 Betriebe und damit 0,3 Prozent der Unternehmen als Großbetriebe einzustufen. bes

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