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Das Unternehmen Westfalen Weser Netz hat sich viel vorgenommen: Während derzeit im Bereich der Vornhäger Straße in Stadthagen ein Umspannwerk für rund 600.000 Euro saniert wird, peilt der Netzbetreiber bereits umfangreiche Bauarbeiten für das kommende Jahr an.

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Umspannwerk am Johannishof in Stadthagen: Westfalen Weser Netz investiert auch in Schaumburg kräftig.

Quelle: rg

Landkreis. „Wir planen für das Jahr 2015 mit einer Summe von fünf Millionen Euro für Instandhaltung und Investitionen“, sagt Heinrich Matthias, Bereichsleiter für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg. Dieser Wert orientiere sich an der Summe, die in diesem Jahr für die Maßnahmen ausgegeben werden soll.

 Zu den größten Maßnahmen für 2015 gehört der Netzausbau im Gebiet bei Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Aerzen. Dort gibt es Matthias zufolge mehrere Windkraftanlagen, deren Zahl in den kommenden Monaten weiter steigen soll. Ein weiteres Großprojekt ist eine Kabelverlegung von Westendorf nach Hessisch Oldendorf.

 „Wir wollen zwei neue Leitungen für 30000 Volt verlegen“, führt Ingenieur Matthias aus. Dabei stehe auch die Versorgungssicherheit im Mittelpunkt. Matthias: „Zurzeit gibt es dort noch Freileitungen. Anstelle dieser Verbindungen wollen wir sicherere Erdkabel verlegen.“

 Aufgrund der Erdarbeiten und der veranschlagten Länge von etwa zehn Kilometern rechnet der Bereichsleiter mit Kosten in Höhe von 800000 Euro. „Angesichts dieser Summe ist es auch möglich, diese Maßnahme über zwei Jahre zu strecken.“

 Grundsätzlich sollen von den fünf Millionen Euro pro Jahr 20 Prozent in die allgemeine Instandhaltung fließen. „Dazu gehören neue Dächer für Trafostationen ebenso wie Anstriche für Umspannwerke“, so Matthias. Auch die Wartung und Inspektion von Masten und Überlandleitungen sowie Hausanschlüsse werden darunter zusammengefasst.

 Mit den vier Millionen Euro für die Investitionen will Westfalen Weser Netz dem Ingenieur zufolge das Leitungsnetz ausbauen. „Wir kooperieren dabei eng mit den Kommunen, etwa wenn Straßen erneuert werden.“ In diesen Fällen erneuere das Unternehmen parallel zu den Arbeiten Kabel und Rohre.

 „Aufgrund der Zunahme von erneuerbaren Energien müssen bisweilen auch die Leitungen an die neuen Gegebenheiten wie eine höhere Spannung angepasst werden“, betont Matthias. In diesem Jahr sei in diesem Bereich insbesondere in Bad Nenndorf eine große Summe investiert worden.

 Grundsätzlich will Westfalen Weser Netz mit den Investitionen dafür sorgen, dass die für die sogenannte Energiewende erforderlichen Grundlagen zur Verfügung stehen. „Vor uns liegt allerdings noch viel Arbeit, bis wir die smarten Netze haben“, gibt Matthias zu bedenken. „Früher hatten wir reine Bezugsnetze. Heutzutage müssen auch Einspeisungen gewährleistet sein.“

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