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Arbeitnehmer sehen Konzernführung in der Pflicht

Betriebsrat fordert Konzept Arbeitnehmer sehen Konzernführung in der Pflicht

Bei ITT Bornemann hat zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat am Donnerstag das erste der angekündigten Gespräche zur Restrukturierung des unter Druck geratenen 478-Mitarbeiter-Betriebs stattgefunden.

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Dem Pumpenspezialisten droht am Standort Gelldorf eine Entlassungswelle, die bis zu 120 Mitarbeiter fortschwemmen könnte.

Quelle: Archiv

Obernkirchen. Dem Pumpenspezialisten droht am Standort Gelldorf eine Entlassungswelle, die bis zu 120 Mitarbeiter fortschwemmen könnte. In den kommenden Wochen soll es nun jeweils zwei solcher Gespräche geben. Verhandelt wird also unter Hochdruck.

Allerdings sind die Bedingungen aufseiten des Betriebsrats, dem die IG Metall Nienburg-Stadthagen beisteht, aktuell erschwert: Sowohl Betriebsratschef Axel Weinert als auch sein Stellvertreter Oliver Eckelt sind nach Angaben aus dem Hause Bornemann derzeit erkrankt. Eckelt hatte noch am vergangenen Dienstag gegenüber der Belegschaft den Standpunkt der Arbeitnehmervertretung deutlich gemacht: „Bevor wir über Restrukturierungen sprechen können, müssen wir erst mal die Zahlen und Fakten kennen.“

„Das Gespräch am Donnerstag hat stattgefunden – und es war relativ kurz“, berichtet Bornemann-Betriebsratsmitglied Hartmut Lange auf Nachfrage. „Das wesentliche Ergebnis ist, dass die Geschäftsführung jetzt zunächst ihre Schularbeiten machen und ein Konzept erstellen wird, sodass wir die angekündigten Einschnitte nachvollziehen können.“ Der Betriebsrat erwarte Zahlen, Daten Fakten sowie eine Zeitschiene – und das alles nicht bloß mündlich, sondern schwarz auf weiß.

Das bestätigt im Grundsatz Angela Kohlmeier. Die Leiterin Marketing und Kommunikation beim Pumpenspezialisten: „Das Konzept wird in den nächsten Tagen und Wochen mit dem Betriebsrat besprochen und ihm im Detail vorgestellt. Danach geht es dann in die Beratungen zu Interessenausgleich und Sozialplan.“

Mit ersten Ergebnissen rechnen die Arbeitnehmervertreter kommende Woche, womöglich Dienstagvormittag; nachmittags findet in der Regel der Austausch der Leitungsebene mit der US-amerikanischen Konzernmutter statt. Dabei müsse die Bornemann-Führung dem Betriebsrat auch darlegen, wie es mit Betriebsabläufen wie der Auftragsannahme, Lieferung und Ersatzteilbeschaffung weiter gehen soll, wenn an der Industriestraße ein ganzer Bereich geschlossen wird.

Wie berichtet, sollen die angekündigten Entlassungen nicht nur im Bereich Exzenterschneckenpumpen, sondern auch in der System- und Geschäftsabwicklung erfolgen. Betriebsrat Lange betont, dass die Konzernführung an der anvisierten Zahl von 120 Entlassungen festhält: „Daran hat sich nichts geändert.“ Auch seien die Chefs auf die Frage, ob der Bereich Exzenterschneckenpumpen auf einen Schlag oder Schritt für Schritt dichtgemacht werden soll, die Antwort schuldig geblieben.

Der Betriebsrat hält es für wahrscheinlich, dass Bornemann Aufhebungsverträgen den Vorzug vor betriebsbedingten Kündigungen geben wird – allein schon, weil Erstere geräuschloser und ohne den Gang vors Arbeitsgericht über die Bühne gehen. Namenslisten mit Entlassungskandidaten soll es zumindest für die Mitarbeiter in System- und Geschäftsabwicklung noch nicht geben.  tw

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