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Aufhebungsverträge für langjährig Beschäftigte

Stellenabbau bei ITT Bornemann Aufhebungsverträge für langjährig Beschäftigte

Im Streit um den geplanten Abbau von mindestens 120 weiteren Arbeitsplätzen beim Pumpenhersteller ITT Bornemann ist noch keine Einigung in Sicht.

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Mit einem am Zaun aufgehängten Transparent verleihen Mitarbeiter des Pumpenherstellers ihrem Unmut über den geplanten Arbeitsplatzabbau Ausdruck.

Quelle: wk

Gelldorf. Seitens des Unternehmens wurden einem Teil der Belegschaft – überwiegend Mitarbeitern mit einer langen Betriebszugehörigkeit, die „wohl zu alt und zu teuer“ seien – inzwischen einseitig Aufhebungsverträge angeboten. Das sagt Axel Weinert, Vorsitzender des Betriebsrats, auf Anfrage dieser Zeitung.

 Zudem seien bereits entsprechende Gespräche zwischen der Personalabteilung und den jeweiligen Mitarbeitern geführt worden, wobei der Betriebsrat bei rund 90 Prozent dieser Unterredungen auf Wunsch der betroffenen Mitarbeiter zugegen gewesen sei.

 Bis zum 15. Juni haben laut Weinert die Mitarbeiter nun Gelegenheit, das ihnen von der Geschäftsleitung gemachte Angebot anzunehmen. Allerdings sei die „Resonanz nicht besonders groß“, denn viele der Mitarbeiter seien angesichts von ihnen befürchteter anschließender Arbeitslosigkeit unentschlossen, wie sie sich verhalten sollen. Daher würden viele erst einmal abwarten, meint Weinert.

 Parallel dazu hat die Unternehmensführung dem Betriebsrat am Donnerstag ein, so Weinert, „erstes Konzept“ für einen Interessenausgleich vorgelegt, in dem aus Unternehmenssicht dargelegt werde, wie nach dem Abbau der zur Diskussion stehenden Arbeitsplätze gearbeitet werden solle. Darin wird beschrieben, welche Umstrukturierungen in den Betriebsabläufen respektive in den Abteilungen angedacht sind, um im Ergebnis „schlankere Prozesse“ zu erreichen. Bis zum kommenden Montag, 6. Juni, habe der Betriebsrat Zeit bekommen, darüber zu beraten und dazu dann eine Stellungnahme abzugeben.

 „Das ist eine bodenlose Frechheit, uns so eine kurze Frist zu setzen“, schimpft Weinert. „Die Geschäftsführung braucht Wochen dafür und wir sollen das in zwei Tagen abnicken.“

 In diesem Kontext weist der Betriebsratsvorsitzende darauf hin, dass der Betriebsrat gemäß Betriebsverfassungsgesetz ein Mitspracherecht bei solch einem massiven (geplanten) Stellenabbau habe. Und um dieses Recht ordentlich ausüben zu können, brauche man auch ausreichend Zeit, um sich zu beraten. Außerdem: So lange ITT Bornemann kein vernünftiges Konzept für einen Interessenausgleich vorlegt, werde man nicht in etwaige Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten.

 Sozialplan? Vermutlich komme man „um einige Entlassungen“ nicht herum, räumt Weinert an dieser Stelle ein. Aber als Betriebsrat werde man darum kämpfen, dass das Gros der bedrohten Arbeitsplätze in Gelldorf erhalten bleibt. wk

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