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Aus drei mach eins

Lenze in Groß Berkel vor 35-Millionen-Invest Aus drei mach eins

 Das Groß Berkeler Unternehmen Lenze steht nach eigenen Angaben vor der größten Investition seiner Geschichte.

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Rund 700 Beschäftigte des Unternehmens arbeiten derzeit verteilt über drei Gebäudekomplexe in Extertal. Die Standorte sollen laut Planungen in einem hochmodernen Werk zusammengefasst werden.
 

Quelle: pr.

Groß Berkel/Extertal. Der weltweit agierende Antriebs- und Automatisierungsspezialist für den Maschinenbau plant, über die kommenden Jahre rund 35 Millionen Euro in ein Leitwerk für Mechatronik und Innovation zu investieren. Die Aktivitäten in Extertal sollen dazu an einem hochmodernen Standort für die langfristige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zusammengefasst werden, wie das Unternehmen mitteilt. Vorstandsvorsitzender Christian Wendler: „Wir wollen für unsere Kunden die Nummer 1 für die Mechatronik im Kontext von Industrie 4.0 sein. Dafür werden wir massiv in unseren Standort in Extertal investieren und das Fundament für künftiges weltweites Wachstum legen.“

Der Lenze-Standort im benachbarten Kreis Lippe war 1957 – zunächst mit einem Verwaltungsgebäude und eine erste Fabrikhalle – gegründet worden. Derzeit arbeiten die rund 700 Beschäftigten verteilt über drei Gebäudekomplexe. Durch die Zusammenlegung der Standorte sollen die Wege verkürzt, die Abstimmung erleichtert und eine vernetzte Zusammenarbeit über den kompletten Entwicklungs-, Produktions-, Logistik- und Serviceprozessprozess hinweg gezielt gefördert werden, wie das Unternehmen erläutert. So könne Lenze steigende Kundenansprüche auch im Kontext Industrie 4.0 in Zukunft besser und effizienter erfüllen, außerdem würden sich Synergieeffekte ergeben.

In den vergangenen Monaten hat Lenze nach eigenen Angaben ein umfassendes Gesamtkonzept zur Sicherung und aktiven Gestaltung der Zukunft des Lenze-Standorts Extertal erarbeitet. Allerdings: Bis Mitte 2019 werde sich die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort zunächst reduzieren. Was das konkret bedeutet, dazu nennt das Unternehmen noch keine Einzelheiten. „Wir sind ein Unternehmen, das verantwortungsbewusst handelt. Deshalb möchten wir nicht spekulieren“, wie es auf Nachfrage heißt. Thomas Riegel, Geschäftsführer der Lenze Operations GmbH, erklärt dazu: „Unsere Pläne sind der richtige Weg, um unser Unternehmen auf der Erfolgsspur zu halten. Es geht nicht um eine Verkleinerung des Standortes, es geht vor allem um die Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit und damit letztlich um das Wachstum von Lenze insgesamt.“

Am Freitag informierte die Geschäftsleitung die Mitarbeiter dazu im Rahmen einer Betriebsversammlung in Aerzen, wie das Unternehmen weiter mitteilt. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat wollen wir die Umsetzung in den kommenden Wochen gestalten. Dies beinhaltet selbstverständlich auch faire, transparente und sozialverträgliche Vereinbarungen“, heißt es dazu von Thomas Riegel, der auch Mitglied des Verhandlungsteams ist.

 Grundsätzlich wertet der Betriebsrat die größte Investitionssumme der Firmengeschichte als „sehr erfreulich“. Andererseits sieht die Arbeitnehmervertretung „sich mit möglichen Synergieeffekten konfrontiert“, wie es mit Blick auf die Arbeitsplätze in einer gemeinsamen Stellungnahme von Heinz Graf, Betriebsratsvorsitzender Lenze Operations & Service GmbH, und Dirk Brockmann, dem Konzernbetriebsratsvorsitzenden Lenze SE, heißt. „Um die Investition und die Mitarbeiterinteressen in Einklang zu bekommen, werden zeitnah Gespräche geführt, damit ein Gesamtpaket für die zukünftige Ausrichtung entwickelt werden kann“, teilen sie auf Anfrage mit. „Vorstand und Arbeitnehmervertretung von Lenze haben den Auftrag, in unserer ländlichen Region attraktive Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Nur wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen, können wir langfristig erfolgreich sein.“

 

 Foto: pr.

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