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Bauern kämpfen um ihre Flächen

Ärger wegen Landesraumordnungsprogramm Bauern kämpfen um ihre Flächen

Der Bauernverband Weserbergland sorgt sich um die Zukunft der jungen Landwirte in der Region. Die Politik lege dem Nachwuchs in der Branche immer mehr Steine in den Weg, so der Tenor einer Bauernversammlung im Baxmann-Zentrum in Hessisch Oldendorf am Montag.

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Schon vor dem Baxmann-Zentrum in Hessisch Oldendorf war klar zu erkennen, wen die heimischen Landwirte als Schuldigen ausgemacht haben: Niedersachsens grünen Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Quelle: cbo

Landkreis (cbo). Nach einer langen Diskussion unter den etwa 250 Gästen aus den drei Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg brachten die Landwirte eine Resolution auf den Weg, die sie Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zukommen lassen wollen.

 Der Ärger des Interessenverbands entzündet sich an der derzeitigen Diskussion um mögliche Änderungen im niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm. In dem Programm hält die Regierung in Hannover für die Fläche des Bundeslandes fest, welchen Stellenwert bestimmte Nutzungsformen haben. Dabei konkurriert die konventionelle Landwirtschaft etwa mit den Bereichen Naturschutz sowie Siedlungsflächen, Verkehrswegen und der Rohstoffgewinnung.

 Die Forderung des Bauernverbandes: Landwirtschaftliche Nutzflächen dürften nicht ohne Weiteres immer weiter reduziert werden. Dies bringe die landwirtschaftlichen Betriebe in Existenznot. Als Beispiel führte Hermann Grupe, Vorsitzender des Bauernverbandes Weserbergland im Landvolk Niedersachsen, an, dass beispielsweise 75000 Hektar Fläche in Niedersachsen für den Moorschutz vorgesehen seien. Gerade jungen Landwirten werde die Perspektive in dem Beruf geraubt. Das bestätigte auch Eric Brenneke, Viehbauer aus dem Kreis Holzminden und Vorsitzender der Junglandwirte. „Fehlende Planungssicherheit ist das größte Hemmnis für junge Bauern. Es ist immer schwerer, den Nachwuchs für eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft zu begeistern“, sagte Brenneke. Es gebe immer mehr Kontrollen und speziell den jungen Kollegen werde der Sachverstand abgesprochen. Ulrich Löhr, Vizepräsident beim Landvolk Niedersachsen, ging noch weiter, indem er sagte, dass die Entwicklung die Dörfer insgesamt betreffe. „Landwirtschaftliche Betriebe sind Grundlage für intakte Dörfer“, so Löhr.

 Die Resolution wurde im Anschluss an die Diskussion verabschiedet. Sie umfasst unter anderem den Punkt, den Landfraß einzudämmen. Zuviel landwirtschaftliche Fläche werde versiegelt und stehe den Bauern so nicht mehr zur Verfügung. Dass Fläche für Landwirte wieder nutzbar gemacht wird, sei nur selten der Fall. Weiter fordern die Bauern in dem Papier, dass Schluss sein müsse mit immer weiteren Naturschutzauflagen, der Behinderung von Stallneubauten sowie „überhasteten“ Tierschutzauflagen.

 Im Zentrum der Kritik stand immer wieder Landwirtschaftsminister Meyer. Dieser spiele sich „vorbei an Sachkenntnis in den Mittelpunkt“, sagte Grupe. Löhr brachte die Haltung gegenüber Meyer abschließend auf den Punkt: „Wir trauen seinen Worten nicht. Er muss sich an Taten messen lassen.“ Die klare Forderung: Vorrang für Landwirtschaft, Ernährung und die Versorgung der Bürger durch die Landwirte. Sonst werde Meyer „zum Turbolader des Höfesterbens“, so Löhr.

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