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Betriebe zehren von guten Jahren

Kreislandwirt blickt auf 2015 Betriebe zehren von guten Jahren

Das Jahr 2015 ist für viele Landwirte in Schaumburg kein gutes gewesen: Insbesondere die Milchviehalter und Schweinezüchter hätten zu kämpfen gehabt, doch auch bei Kartoffeln und Getreide seien kaum durchschnittliche Werte erreicht worden, sagt Kreislandwirt Cord Lattwesen.

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Milchbauern haben in den vergangenen Monaten damit zu kämpfen, dass der Preis für Milch um ein Viertel eingebrochen ist.

Quelle: dpa

Landkreis (bes). Sorge bereitet dem Hohnhorster insbesondere der Verfall des Milchpreises. „2014 haben die Landwirte noch 36 Cent pro Liter bekommen, jetzt sind es nur noch 27.“ Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass nur noch wenige Milchviehalter kostendeckend arbeiten können. „Jetzt ist es wichtig, dass die Betriebe in guten Jahren Überschüsse erzielt haben und davon zehren können.“ Als einen der Gründe nennt Lattwesen den Handelskrieg zwischen der EU und der Russischen Föderation. „Zudem haben Lebensmittelsskandale auf dem Hoffnungsmarkt China dazu geführt, dass dort das Vertrauen der Verbraucher verspielt ist.“
Ähnlich angespannt zeige sich der Markt für Schweinefleisch. Gleichwohl leide dieses Segment unter dem Embargo Russlands. Die „Initiative Tierwohl“ sei nicht zum Zugpferd geworden, auch weil die großen Einzelhandelsketten dieses Projekt finanziell nicht entsprechend unterstützen, so der Kreislandwirt. Die Bereitschaft bei den Landwirten, ihren Betrieb nach den Vorgaben der Initiative zertifizieren zu lassen, sei durchaus vorhanden, betont Lattwesen. Es fehle allein an der monetären Unterstützung der großen Konzerne.
Mit Spannung erwartet der Landwirt-Sprecher die kommenden Monate beim Zuckermarkt. Auch dort fällt die Marktordnung durch die Europäische Union weg, nachdem zum 1. April 2015 bereits die Milchquote aufgehoben worden war. Derzeit trauen sich aber weder Rübenanbauer noch die Betreiber der Zuckerfabriken mit ihren Preisprognosen aus der Deckung. „Der Vergleich mit dem Weltmarktpreis macht wenig Sinn, denn an der Börse in London werden lediglich die Überschüsse gehandelt.“
Kommt es ähnlich wie bei der Milch zum Preisverfall, droht Schaumburg unter Umständen ein Ende des Zuckerrübenanbaus. „Wir im Landkreis sind Spätstarter bei der ,Königin der Feldfrüchte‘. Hier wurde die Zuckerrübe erst ab den siebziger Jahren verstärkt angebaut, währen im benachbarten Calenberg dies bereits Ende des 19. Jahrhunderts der Fall gewesen ist.“ Klarheit erwartet er von den sogenannten Winterveranstaltungen der Betreiber der Zuckerfabriken im Januar und Februar.
Nicht ganz so angespannt wie bei den Viehhaltern war 2015 die Situation für die Landwirte, die sich auf den Ackerbau konzentriert haben. „Das Jahr war geprägt durch ein kaltes Frühjahr und eine Hitzephase, die leider genau zur Ernte zu Ende ging“, sagt der Hohnhorster. Der folgende Regen habe dazu geführt, dass er und seine Kollegen immer wieder die Ernte unterbrechen mussten.
Die Erträge beim Getreide haben sich schließlich auf niedrigem Niveau stabilisiert. „Ich habe die Hoffnung, dass sich der Markt berappelt und nicht weiter durchsackt.“ Beim Ackerfutterbau wie etwa beim Mais habe es durchschnittliche Erträge gegeben. Lediglich bei den Kartoffeln haben die Landwirte zu wenig Geld erwirtschaften können.
Der ungewöhnlich warme Dezember hat Lattwesen zufolge dazu geführt, dass viele Pflanzen im Vergleich zu anderen Jahren deutlich weiter entwickelt sind. „Der Wintereinbruch Anfang Januar war nur ein kurzes Intermezzo“, sagt der Experte. Da die Temperaturen nur knapp unter dem Gefrierpunkt lagen, „und eine isolierende Schneeschicht lag, habe ich keine Sorgen, dass die Pflanzen großartig Schaden genommen haben“.

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