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Biogasbranche vor schwerer Zukunft

Weserbergland / Umwelttage Biogasbranche vor schwerer Zukunft

Es war die zentrale Fachveranstaltung der Umwelttage Weserbergland: das dritte Energie-Symposium im Weserbergland-Zentrum mit circa 100 Teilnehmern – größtenteils Vertreter von Unternehmen aus der Energiebranche und kommunale Repräsentanten.

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Mario Baule,Weizen,Getreide in der Biogasanlage in Hemeringen,

Quelle: Dana

Hameln. Von Christoph Boßmeyer.

Zahlreiche Vorträge widmeten ihre Aufmerksamkeit dabei dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das am 1. August in neuer, überarbeiteter Form in Kraft getreten ist. Fortan gilt nur noch diese neueste Fassung des EEG. Das sei zuvor anders gewesen, mehrere Versionen aus unterschiedlichen Jahren hätten in unterschiedlichen Fällen gegolten, wusste der Jurist Dr. Helmut Loibl aus Regensburg zu berichten.

 Das neue EEG habe mit seinen mehr als 100 Paragrafen deutlich an Umfang zugelegt, jedoch nicht an Verständlichkeit, wie der Jurist in seinem Vortrag weiter ausführte. Die erste Novellierung des Gesetzes habe es schon vor Inkrafttreten gegeben, aber auch danach sei es in der Praxis kaum handhabbar geworden. Unter anderem besagt die seit August geltende Fassung des Gesetzes, dass neue Biogasanlagen eine geringere Vergütung bekommen als bestehende Anlagen. Die Hersteller von Biogasanlagen hätten bereits so gut wie keine Aufträge mehr, so Loibl. Für vorhandene Anlagen gebe es eine wie gewohnt höhere Vergütung, da sie unter den Bestandsschutz fallen. Das EEG greife aber auch in den Bestandsschutz ein, wenn es beispielsweise die Erweiterung bestehender Biogasanlagen nicht zu den bislang geltenden Konditionen zulasse. Abschließend formulierte der Regensburger Jurist deutlich, dass er spätestens ab dem kommenden Jahr gravierende Probleme auf die Biogasbranche zukommen sehe.

 Ein weiterer Aspekt, der auch bei einer Podiumsdiskussion beleuchtet wurde, war die Eigenstromversorgung. Man könne zum Beispiel Äpfel oder Salat aus dem eigenen Garten verzehren, ohne dafür Abgaben zu zahlen. Wolle man daraus jedoch als Eigenversorger Strom produzieren, müsste EEG-Umlage gezahlt werden. Eigenstromnutzung werde vom Gesetzgeber so denkbar unattraktiv gemacht. Auch die Einspeisung des produzierten Stroms in öffentliche Netze sei keine Lösung, weil dies aufgrund zahlreicher zu leistender Abgaben ebenso teuer wäre.

 Die Diskussion auf der Bühne im Weserbergland-Zentrum in Hameln nahm sich in der Folge auch des Themas an, ob eine 100-prozentige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien überhaupt möglich sei. Hierbei gingen die Meinungen der versammelten Experten auseinander. Professor Michael Bartsch von der Hochschule Weserbergland (HSW) sah nicht, dass die Welt irgendwann in der Zukunft zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt werden könnte. Er erntete dafür weitgehend Zustimmung. Lediglich Loibl widersprach. Er glaube daran, dass die 100 Prozent erreicht würden, führte der Jurist aus.

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