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Bornemann-Geschäftsführer kündigt

Gelldorf Bornemann-Geschäftsführer kündigt

Wechselbad der Gefühle für die verbleibenden ITT-Bornemann-Beschäftigten am Standort Obernkirchen: Geschäftsführer Stefan Rottke und Personalchef Marc Estorf wollen den Pumpen-Spezialisten verlassen. Nachfolger werden bereits gesucht. Gute Nachrichten gab es von der Konzernspitze.

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Bei ITT Bornemann dreht sich das Personalkarussell erneut: Der Geschäftsführer Stefan Rottke und Personalchef Marc Estorf verlassen den Pumpenhersteller.

Quelle: rg

Gelldorf. Derweil haben aus den USA angereiste Konzernspitzen der Belegschaft bei einem mehrtägigen Besuch am Standort persönlich versichert, dass das Werk in Obernkirchen erhalten bleibe.
Entsprechende Informationen bestätigte am Montag Axel Weinert. Der Betriebsratschef: „Herr Rottke und Herr Estorf haben beide gekündigt.“ Beide hätten die Mitarbeiter bei einer Belegschaftsversammlung darüber informiert und ihre Gründe dargelegt. Die Nachricht habe wie eine Bombe eingeschlagen, auch die Konzernspitze sei überrascht gewesen. Die Kündigung des Geschäftsführers wie auch des Personalchefs sei aus persönlichen Gründen erfolgt. Beide sollen von sogenannten Headhuntern ausgesprochen gute externe Angebote außerhalb von ITT Bornemann erhalten haben, sie wechseln aber nicht zum selben Arbeitgeber. Rottke hatte den Posten des Geschäftsführers als Nachfolger von Gero von der Wense zunächst kommissarisch übernommen, seit 1. August hat er diese Stelle auch offiziell bekleidet. Er soll beim Gros der Belegschaft ein hohes Ansehen genießen; dementsprechend groß ist offenbar der Schock gewesen.
Von ITT Bornemann selbst sollte es zu den Personalien laut Pressesprecherin Andrea Kohlmeier zunächst noch keine offizielle Stellungnahme geben, „weil das Austrittsdatum von Herrn Rottke noch nicht offiziell bestätigt worden ist“. Am Montagnachmittag lag der Redaktion dann die Bestätigung des angekündigten Austritts Rottkes seitens der Amerikaner vor – ebenfalls ohne besagtes Datum.
Weinert: „Herr Rottke und Herr Estorf glauben nach wie vor fest daran, dass es mit Bornemann spätestens ab Ende 2016 wieder aufwärts geht.“ Die Suche nach Nachfolgern werde wohl noch eine geraume Zeit lang dauern. Ob es im Falle des Geschäftsführers wieder ein Deutscher oder aber – neu – ein Amerikaner wird, sei noch völlig offen.
Vorausgegangen war tags zuvor ein Besuch von ITT-Präsidentin Denise Ramos, Aris Chicles (Chef Industrial Process) und Ujjwal Kumar (Chef Industrial Products). Die Konzernspitze habe sich dabei während einer Belegschaftsversammlung „ganz klar zum Standort Obernkirchen und zu ,Bornemann‘ als wichtiger Partner im Verbund bekannt“, berichtet Weinert. Der Betriebsratschef: „Es soll auch weiter investiert werden.“ Bei den Mitarbeitern sei das Statement gut angekommen. Sie hätten Ramos sogar Beifall geklatscht. Fragen der Mitarbeiter zur Lage im Öl- und Gasbereich seien zugelassen und beantwortet worden. „Es war eine positive Veranstaltung“, so Weinert.
Erst Mitte September hatte ITT Bornemann erklärt, das der Stellenabbau in Obernkirchen etwas geringer ausfällt als befürchtet: Hatte die Unternehmensleitung Anfang des Jahres noch von 120 Arbeitsplätzen gesprochen, die quer durch alle Abteilungen entfallen würden, hatten sich Unternehmensspitze und Betriebsrat am Ende darauf geeinigt, dass die Belegschaft letztlich „nur“ um 98 Mitarbeiter reduziert wird. Nach der Restrukturierung ab 2016 sollen noch 370 Mitarbeiter am Standort beschäftigt bleiben. Die Personaleinsparungen sollen ausreichen, um für die Zukunft gewappnet zu sein.
ITT Bornemann will sich nicht zuletzt als Reaktion auf Auftragsrückgänge durch den Verfall des Ölpreises strategisch neu ausrichten. Das Unternehmen will sich auf den Bereich Zweispindeliger Schraubenspindelpumpen konzentrieren. Ein Segment, in dem der Konzern als Technologieführer sowie als einer der weltweit führenden Hersteller gilt. Die Produktion von Exzenterschneckenpumpen soll aufgegeben werden. Über 2016 hinaus soll es für Exzenterschneckenpumpen nur noch ein Ersatzteilgeschäft geben. tw

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