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Mit Kraft und Köpfchen

Kunststofftechnik Rodenberg auf Wachstumskurs Mit Kraft und Köpfchen

Wer ein Beispiel für den von Landrat Jörg Farr beschriebenen erfolgreichen Strukturwandel in Schaumburg sucht, wird im Rodenberger Gewerbegebiet Im Seefeld fündig.

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Wenn die Preise im Keller sind

Aus Kunststoff fertigt ein Mitarbeiter Schnecken zum Transport von Trockensubstanzen an.

Quelle: ber

Rodenberg. Das Unternehmen KTR befindet sich auf Wachstumskurs und exportiert seine Produkte „Made in Schaumburg“ in die ganze Welt. 1974 wurde Kunststofftechnik Rodenberg gegründet. Fünf Mitarbeiter stellten in einer kleinen Halle im Gewerbegebiet an der A2 Pumpen für die Landwirtschaft her. Nach der Übernahme des väterlichen Betriebes vor rund 20 Jahren erweiterte Anette Schlahs die Produktion.

Heute gehören neben dem Kerngeschäft, der Herstellung von Exzenterschneckenpumpen für die Landwirtschaft sowie die Bau- und Lebensmittelindustrie, unter anderem auch die Produktion von wassergeschmierten Radialgleitlagern für Schiffsturbinen, Gummi-Metall-Verbundteilen und Spritzgusswerkzeugen zum Sortiment.

Allein innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Produktionsfläche verdoppelt und die Mitarbeiterzahl auf 100 verdreifacht. Gab es 1974 nur eine Halle für die Fertigung, sind es heute acht. Vertrieben werden die Produkte aus Rodenberg weltweit. 70 Prozent des Umsatzes macht KTR nach Angaben des technischen Leiters Ulf Kleinau in Europa, der Rest verteilt sich auf Amerika, Asien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Um gegen die globale Konkurrenz bestehen zu können, hat sich das Rodenberger Unternehmen auf technisch ausgefeilte Produkte spezialisiert, die ganz auf die Wünsche der Kunden aus der Landmaschinen-, Schiffs- und Bau-Branche zugeschnitten sind. Doch Innovationen kosten Geld: Allein eine Million Euro hat KTR in die Maschine Gamma 3000 investiert, die vollautomatisch am Computer entworfene Konstruktionen aus Stahl fräst. Mit 300 000 Euro Anschaffungskosten ist der Wasserstrahlschneider, der mit doppelter Schallgeschwindigkeit und einem Druck von 6000 bar Metall zerschneidet, fast schon ein Schnäppchen.

Da auch gute Mitarbeiter ihren Preis haben, lässt sich KTR bei der Pflege des Betriebsklimas nicht lumpen. Im firmeneigenen Fitness-Raum können die Beschäftigten kostenlos trainieren, jeweils einmal wöchentlich gibt eine Trainerin Spinning- und Pilateskurse. Wer in den Urlaub fahren möchte, kann auf ein Ferienhaus auf Fehmarn zugreifen, dass das Unternehmen seinen Mitarbeitern gegen eine geringe Kostenpauschale zur Verfügung stellt.

„Wir suchen vor allem im technischen und kaufmännischen Bereich nach guten Leuten“, lässt Kleinau verlauten. Das neu gebaute Verwaltungsgebäude ist fast bezugsfertig. Weitere Neubauten nicht ausgeschlossen. Wenn der Landrat also betont, dass nach dem Abzug von Großkonzernen wie Otis und Alcatel heute der Mittelstand die Wirtschaft in Schaumburg prägt, ist KTR ein gutes Beispiel dafür. ber

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