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„Das können wir so nicht hinnehmen“

Landkreis „Das können wir so nicht hinnehmen“

Der Entschluss des Verwaltungsrats der Sparkasse Schaumburg, zum Jahresende 14 Filialen zu schließen, stößt auf wenig Gegenliebe. Die Ortsbürgermeister der betroffenen Gebiete äußern sich mit Bedauern zu dieser Entscheidung.

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„Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, erklärt Engerns Ortsbürgermeister Dieter Horn zu den Schließungen der Sparkassen-Filialen.

Quelle: tol

Landkreis. „Eine traurige Entwicklung“ fasst Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach (SPD) zusammen. Für die Stadt bedeutet das eine weitere Ausdünnung der Angebote in der Fläche. Und: Es treffe die Schwächsten, insbesondere die Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, betont Brombach.

 Doppelt gebeutelt ist der Ortsteil Cammer von der Schließung der Geschäftsstelle. Denn auch die Volksbank-Geschäftsstelle im unmittelbar benachbarten Päpinghausen auf NRW-Seite wird zum Jahresende geschlossen. „Wir haben dann keine Bank mehr vor Ort, alles geht in die Zentren“, so Cammers Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner (CDU), vor seiner Pensionierung Leiter der Sparkassen-Hauptstelle in Bückeburg.

 „Ich bin sehr, sehr enttäuscht von der Art und Weise, wie der Verwaltungsrat diese Entscheidung getroffen hat, ohne vorab auch nur etwas durchsickern zu lassen“, sagt Engerns Ortsbürgermeister Dieter Horn (SPD). Überdies sieht Horn mit der Schließung der Filiale in Engern die örtliche Zusammenarbeit mit der städtischen Demografiebeauftragten zur Steigerung der Attraktivität des Ortes „zunichte gemacht“.

 Dem Entschluss des Verwaltungsrats steht auch Todenmanns Bürgermeister Uwe Vogt (CDU) verständnislos gegenüber und prophezeit mit Blick auf den schwindenden Einzelhandel in den Ortsteilen: „Wir werden zu Schlafdörfern!“

 Rintelns Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch (CDU) hält die Schließungen zwar auch für „sehr schade“, aber auf der anderen Seite findet er die „betriebswirtschaftliche Komponente, die auch für die Sparkasse eine Rolle spielt, auch verständlich“. Schließlich müsse sich die Sparkasse auch gegen die Konkurrenz sowohl seitens der Volksbank als auch seitens größerer Bankinstitute behaupten. Dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, sei der Kommunalpolitik allerdings kaum möglich, so Rauch.

 Auch Eckhard Strohmeier, der Vorsitzende des Seniorenbeirates Rinteln, meldete sich unserer Zeitung gegenüber zu Wort. „Meine Hoffnung, dass dann wenigstens die Automaten wie bisher installiert bleiben, ist nicht erfüllt worden.“ Er habe sich gegen die Schließungen ausgesprochen. „Es ist doch eine Zumutung, wenn die älteren Bürger erst nach Rinteln fahren müssen, um Bargeld zu erhalten oder Überweisungen zu tätigen“, so Strohmeier. pk/r

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Die Sparkasse Schaumburg dünnt ihr Geschäftsstellennetz aus. 14 sogenannte Klein- oder Kleinstfilialen werden zum Jahresende geschlossen, zwei weitere auf Selbstbedienungsterminals umgestellt. Die knapp 25 betroffenen Mitarbeiter sollen künftig an anderen Standorten eingesetzt werden.

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