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Deutlich weniger Berufseinsteiger

Schaumburg Deutlich weniger Berufseinsteiger

In diesem Jahr sind in Schaumburg deutlich weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen worden. Dabei ist die Nachfrage der Betriebe nach Nachwuchskräften ungebrochen hoch.

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In den Handwerksberufen sind noch Ausbildungsplätze frei.

Quelle: pr.

Landkreis. Bei der Kreishandwerkerschaft gehen die Verantwortlichen von einem Minus in Höhe von mehr als fünf Prozent aus, während bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Rückgang 4,5 Prozent beträgt.

Sorge bereitet diese Entwicklung den Experten jedoch nicht: „Einerseits bewegt sich der Ausbildungsmarkt im Landkreis in Wellen, da viele Betriebe nicht jedes Jahr einen neuen Auszubildenden einstellen“, sagt Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen. Als einen weiteren Grund führt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fritz Pape an, dass weniger Jugendliche die Schule verlassen haben als noch 2014. Hoffnung mache ihm, dass bei den Betrieben die Nachfrage nach Berufseinsteigern ungebrochen sei.

Zudem habe es im Vorjahr dank der Schaumburger Regionalschau einen Rekord in Sachen abgeschlossene Ausbildungsverträge im Bereich Handwerk gegeben, sagt der Geschäftsführer weiter. Dies verzerre die Statistik zusätzlich, so Pape weiter.

„Ich rate jedem, der bisher noch nichts gefunden hat, Bewerbungen zu schreiben“, ergänzt Wrede. „Auch jetzt kann sich immer noch etwas für die unversorgten Jugendlichen bieten.“ Schließlich seien viele Lehrlinge noch in der Probezeit, die bis zu vier Monate dauern kann. „In dieser Phase können beide Seiten das Ausbildungsverhältnis ohne Fristen kündigen. Daher gibt es noch bis Ende Dezember viel Bewegung am Ausbildungsmarkt“, betont Wrede.

Bei den Innungen für Elektrotechnik sowie Heizung-Sanitär-Klima sind nach Aussage des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft noch einige Ausbildungsplätze frei. „Zudem suchen auch einige Maurerbetriebe noch Nachwuchs.“

Positiv bewertet der IHK-Experte, dass 2015 bei den gewerblich-technischen Berufen mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen wurden. Die Zahl stieg von 126 auf 160. Zugpferd ist die Metalltechnik mit einem Plus von 22 neuen Lehrlingen.

Bei den kaufmännischen Berufen gab es hingegen einen Rückgang zu verzeichnen. In diesem Bereich sank die Zahl der Berufseinsteiger von 341 auf 286. Insbesondere die Zurückhaltung im Handel und bei den Banken habe zu diesem Absinken geführt. Allein im Einzelhandel wurden 23 junge Menschen weniger unter Vertrag genommen.

„Möglicherweise ist es ein Indiz dafür, dass es in diesen Feldern eine Konkurrenz zu Studienmöglichkeiten gibt“, schätzt Wrede. Vor diesem Hintergrund müssen die Verantwortlichen daran arbeiten, attraktive Angebote in der Region zu schaffen. „Anfang des Jahres haben wir aus diesem Grund eine Ausbildungsoffensive gestartet. Dabei gehen wir in die Schulen und sprechen die Jugendlichen mithilfe von Ausbildungsbotschaftern gezielt an“, führt der IHK-Sprecher aus. Bei diesen Botschaftern handele es sich um Auszubildende, die den Jungen und Mädchen Informationen aus der Praxis altersgerecht vermitteln sollen.

Jeden Donnerstag steht der Experte der Kreishandwerkerschaft, Jens Heitmüller, Interessierten im Haus des Handwerks an der Bahnhofstraße in Stadthagen für Fragen rund um das Thema Ausbildung zur Verfügung.

Im Internet können Jugendliche ohne Lehrstelle in den Lehrstellenbörsen der IHK und der Handwerkskammer unter den Adressen www.hwk-hannover.de sowie www.hannover.ihk.de nach freien Plätzen suchen. bes

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