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„Die Marktdichte ist sehr stark“

Wirtschaft / Baumärkte „Die Marktdichte ist sehr stark“

Auf dem Spielfeld der Baumärkte ist reichlich Bewegung und dichte Konkurrenz. Stichworte dafür sind die Pleiten von Praktiker und Bahr sowie die geplante Expansion von Hornbach. Die SN haben sich umgehört, wie Vertreter von Baumärkten im Schaumburger Land die Situation einschätzen.

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Das Spielfeld der Baumärkte wird von den Anbietern immer heißer umkämpft, das Stichwort heißt Verdrängungswettbewerb.

Quelle: dpa

„Die Marktdichte ist sehr stark, das ist gar keine Frage“, räumt Dirk Hacker, Geschäftsführer der Timme GmbH&CoKG (Stadthagen) unverblümt ein. Sofort setzt er hinzu: „Aber wir haben gelernt, damit umzugehen.“ Die Timme GmbH habe sich beispielsweise auf „hochwertige Sortimente“ spezialisiert. „Wir führen Profigeräte für den professionellen Anwender oder den speziell ambitionierten Heimwerker.“ Zudem führe man einen Schnellliefer-Service und sehe eine „sehr zeitintensive, kundenorientierte Beratung“ als Trumpfkarte im Wettbewerb an, führte Hacker aus. Trotz dieser aus seiner Sicht sehr erfolgreichen Anstrengung gesteht Hacker zu: „Der Markt wird nicht einfacher, man hat zu kämpfen.“

 Als eine große Herausforderung für Baumärkte erachtet Hacker das Internet: „Wir drohen alle in diesen Absatzmarkt hinein zu verlieren und müssen darauf Antworten finden“. Da seien im Kundenverhalten starke Veränderungen im Gange.

 Zugeknöpft gab sich die Sprecherin der Rewe-Group, Daria Ezazi, auf eine SN-Anfrage. Mit Bezug auf den toom-Baumarkt in Rinteln teilte sie mit, dass das „Unternehmen zur aktuellen Branchenlage nicht als Ansprechpartner zur Verfügung stehen“ könne. Mit 370 Standorten und 14500 Beschäftigten verfügen die toom Baumärkte über das größte Filialnetz in Deutschland.

 „Bei den größeren Gruppen wird sich relativ wenig tun“, schätzt dagegen Ralf Bake, Geschäftsführer des Hagebaumarktes Altenburg in Stadthagen die aktuelle Situation in der Branche ein. „Weiße Flecken, die es noch gibt, werden besetzt werden“, vermutet er. Allerdings werde das Flächenwachstum deutlich geringer. Die eine oder andere kleinere Organisation werde wahrscheinlich auch in Zukunft zur Disposition stehen.

 Das Internet sieht Bake nur zum Teil als Konkurrenz: „Wir sind auch innerhalb der Hagebau-Gruppe online unterwegs.“ In Zusammenarbeit mit der Otto-Gruppe könnten die Kunden im Internet bestellen. „Sie können die Waren bei uns abholen, oder auch direkt anliefern lassen.“ Etwas kompliziert werde es manchmal, wenn Kunden im Internet Preise vergleichen würden, da müsse man, wo es machbar sei, flexibel sein.

 „Wir punkten mit dem Service“, sagt Bake. Offeriert werden Einbaumöglichkeiten, „oder die Kunden könnten sich Hänger oder Transporter ausleihen.“ Selbstverständlich werde auch ausgeliefert.

 Als ein weiteres Angebot habe das Unternehmen drei Projekt-Manager ausgebildet: „Wenn jemand kommt, und möchte zum Beispiel sein Badezimmer neu machen, können wir ein komplettes Angebot aus einer Hand anbieten.“

 „Zu regionalen Marktsituationen wie etwa zu unserem Standort in Bad Nenndorf geben wir keine Stellungnahme ab“, teilte Nicole Bolle, Sprecherin der Baumarkt-Handelskette Hellweg, mit. Sie fügte allerdings hinzu: Wichtigster Faktor im Konkurrenzgeschehen sei der Standort. „Und wir hätten Bad Nenndorf nicht gewählt, wenn wir diesen nicht als gut erachten würden.“ Bolle räumte allgemein ein, dass die Branche der Baumärkte in Deutschland „derzeit über Verdrängung läuft“. Dabei seien neben dem Standort auch die Auswahl des Sortimentes und eine gute Beratung die Trümpfe.

 Die Baumarkt-Kette Obi mit ihrem Standort in Bückeburg war zu einer Stellungnahme zum Marktgeschehen nicht bereit. jpw/ssr

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