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Die Richtung in der Region stimmt

Land legt Strategiepapier für den Tourismus vor Die Richtung in der Region stimmt

Vor dem Hintergrund sinkender Fördermittel von der Europäischen Union und eines verschärften Wettbewerbes richtet Niedersachsen seine Tourismusstrategie neu aus.

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Quelle: pr.

Hannover/Hameln. Künftig will sich das Land als Ganzes vermarkten und nicht mehr die Vielzahl unterschiedlicher Regionen wie Harz, Heide und Küste in den Vordergrund stellen. Das geht aus einem im Wirtschaftsministerium in Hannover vorgestellten 50-seitigen Strategiepapier hervor.

Die hiesige Tourismusbranche sieht der weiteren Entwicklung erwartungsvoll entgegen. „Demnächst wird die neue Tourismusstrategie des Landes den Akteuren vorgestellt, wir sind sehr gespannt auf die detaillierten Inhalte“, meint Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus. „Wir freuen uns, dass das Land mit dem Papier einen strategischen Handlungsrahmen für die Tourismusentwicklung vorlegt, an dem sich die touristischen Regionen im Land orientieren können.“

Die Branche habe 2014 ein sehr gutes Jahr gehabt und sich erneut als Schwergewicht der niedersächsischen Wirtschaft behauptet, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens. „Wir wissen aber auch, dass es nicht so weitergehen wird.“ Eine stagnierende Inlands-Nachfrage, verändertes Konsumverhalten sowie ein verschärfter Verdrängungswettbewerb auch unter den Bundesländern mache neue Akzentsetzungen erforderlich.

Aus mehr als 300 Anregungen der Branche wurde daher die neue Tourismusstrategie des Landes entwickelt, die unter anderem barrierefreie Angebote, einen Ausbau von Natur-, Kultur- und Gesundheitstourismus sowie eine stärkere Berücksichtigung von ökologischen Grundsätzen vorsieht. 

Bei der Vermarktung von Urlaubszielen steht nach Angaben der Staatssekretärin inzwischen verstärkt der Gesundheitstourismus und nicht mehr allein die Natur im Mittelpunkt. Zudem müsse dem demografischen Wandel Rechnung getragen werden, die Urlauber würden im Schnitt älter und bräuchten entsprechende Angebote. Die Urlaubsregionen zwischen Harz und Nordsee sollen ferner im Ausland bekannter gemacht werden.

Der Weserbergland Tourismus habe in den vergangenen Jahren eine klare Tourismusstrategie für die Region festgelegt und inzwischen erfolgreich umgesetzt, erklärt Wegener. Damit hätten sich die Übernachtungszahlen in rund zehn Jahren um mehr als 20 Prozent erhöht. „Wir erwarten von der Landesstrategie, dass unsere Themen Rad- und Wanderurlaub sowie Kulturangebote weiterhin forciert werden“, meint die Geschäftsführerin des heimischen Tourismusverbandes. „Dem trägt das neue Konzept Rechnung, indem der Schwerpunkt weiterhin auf Aktivtourismus im Land gelegt wird.“  dpa/cb

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