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Die Zukunft liegt in Nordamerika und Asien

Aerzen / Maschinenfabrik Die Zukunft liegt in Nordamerika und Asien

Ministerpräsident Stephan Weil hat gestern der Aerzener Maschinenfabrik (AM) einen Besuch abgestattet.

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Ministerpräsident Stephan Weil (links) besichtigt gemeinsam mit Geschäftsführer Klaus-Hasso Heller die Fertigungshallen der Aerzener Maschinenfabrik am Standort in Aerzen.

Quelle: cbo

Von Christoph Boßmeyer

Aerzen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Klaus-Hasso Heller besichtigte er die Fertigungshallen und ließ sich in die Geschichte sowie den aktuellen Entwicklungsstand des familiengeführten Unternehmens einführen. Heller steht bereits in der vierten Generation an der Spitze der Maschinenfabrik.

In seine Zeit als Geschäftsführer fällt auch die Internationalisierung des Herstellers von Drehkolbengebläsen, Schraubenverdichtern oder Drehkolbenverdichtern. Der Großteil der Produkte geht dabei ins Ausland. Rund 65 Prozent verkauft das Aerzener Unternehmen direkt dorthin, ein weiterer Teil landet über andere Firmen im Ausland, die als Dienstleister dort Maschinen zusammenbauen. „Rund 90 Prozent unserer Produkte sind im Ausland in Betrieb“, fasste Heller zusammen.

Nicht nur der Export spielt eine wichtige Rolle, auch die weltweite Präsenz möchte das Unternehmen stärken. „Seit Januar 2011 sind wir mit 50 Mitarbeitern in Südkorea“, blickte Heller auf einen der neuesten Erfolge des Unternehmens. Auch in den USA ist die Aerzener Maschinenfabrik präsent, dort sogar mit einem für amerikanische Verhältnisse untypischen „Green Building“.

Das Gebäude funktioniere ohne Klimaanlage und auch sonst so umweltfreundlich wie möglich, sagte Heller, was dann auch Ministerpräsident Weil sichtlich beeindruckte. Weitere Tochter- und Servicegesellschaften finden sich über den gesamten Erdball verstreut.

Weltweit arbeiten knapp 2000 Menschen für die Aerzener Maschinenfabrik, die derzeit einen Umsatz von rund 320 Millionen Euro erwirtschaften. Umsatzschwerpunkt ist laut Heller nach wie vor Europa mit einem Anteil von knapp 60 Prozent. Dahinter folgen Nordamerika und Asien mit Anteilen von jeweils 20 Prozent. Beide Kennzahlen, Umsatz und Mitarbeiter, sollen wachsen, geht es nach Klaus-Hasso Heller.

Beim Umsatz hat sich die Maschinenfabrik eine Verdopplung zum Ziel gesetzt. Diesen Zuwachs könne man jedoch nicht auf dem europäischen Markt erwarten. Heller dazu: „Die Zukunft liegt insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt und in Asien.“

Weil ist beeindruckt. Das „sieht richtig gut aus“, sagte der Ministerpräsident. Aber es gibt auch Stellen, wo das Aerzener Unternehmen noch Potenzial sieht. „Die dörfliche Lage macht es schwer, Mitarbeiter zu finden“, sagte der Geschäftsführer. Im Bereich Ausbildung stehe die Firma gut da, Ingenieure seien aber schwieriger zu finden. Daher kooperiert das Unternehmen mit der Hochschule Weserbergland und bietet einen dualen Studiengang an.

Auch die Schuldiskussion in Aerzen und Emmerthal betrifft das Unternehmen. Heller: „Für Mitarbeiter ist die Schule ein Standortfaktor.“ Die Diskussion um die Zukunft des Aerzener Schulstandorts sorgt bei Mitarbeitern der Maschinenfabrik für Verunsicherung. Ulrich Watermann (SPD), der Weil begleitete, versucht sich an einer Erklärung, ohne sich nähere Details entlocken zu lassen. Generell gelte bei der Schulentwicklung, dass auch in Zukunft „nicht alles zentral in Hameln sein wird“.

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