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Runder Tisch zum „Südlink“ Elektrisierend

Recht deutliche Worte sind bei einem Runden Tisch zum Thema „Südlink“ gefallen im Kreishaus in Stadthagen.

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Reichlich Diskussionsstoff: Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe gibt Einblicke in den aktuellen Planungsstand zum „Südlink“.

Quelle: bes

Landkreis. Recht deutliche Worte sind bei einem Runden Tisch zum Thema „Südlink“ im Kreishaus in Stadthagen gefallen. Bei der Debatte um die Trassenführung der geplanten Höchstspannungsleitung sowie der Frage nach dem optimalen Übertragungsweg kochten die Emotionen bei den Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und anderen Institutionen bisweilen über.

Eingeladen zu dieser Diskussionsrunde mit Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe hatte der hiesige Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU). Es gebe derzeit noch viele offene Fragen. Der Runde Tisch solle dazu beitragen, dass diese beantwortet werden. Zudem sollen Forderungen gebündelt und an die zuständigen Gremien weitergeleitet werden.

Für einen Zornesausbruch beim SPD-Landtagsabgeordneten Karsten Becker sorgte der CDU-Politiker Otto Deppmeyer. Nach Ansicht des Landtagsabgeordneten der Union ist die derzeitige rot-grüne Landesregierung nicht unschuldig daran, dass derzeit über die beiden Trassenvorschläge durch Zentralniedersachsen sowie die Alternative quer durch Schaumburg diskutiert wird.

Becker ging in seinen Ausführungen jedoch in eine andere Richtung: „Niedersachsen hat genauso wie Hessen – und je nach Trassenverlauf Sachsen-Anhalt – nichts vom ,Südlink‘. Vielmehr werden hier die Räume zugestellt.“ Vor diesem Hintergrund sei die Forderung nach der teureren Erdverkabelungsvariante legitim, sagte der energiepolitische Sprecher der Sozialdemokraten im Landtag.

„Niedersachsen gehört zu den größten Gewinnern der Energiewende“, hielt Ahmels dagegen. „2014 sind 4,7 Gigawatt aus Windenergie ans Netz gegangen.“ Für 2015 werde mit demselben Wert gerechnet, betonte der Experte der Deutschen Umwelthilfe. Stattdessen sollten die Betroffenen die verbleibende Zeit bis zum Planfeststellungsverfahren nutzen, um möglichst viele Forderungen in die Diskussion einzubringen.

Kreislandwirt Cord Lattwesen erteilte einer möglichen Erdverkabelung indessen eine deutliche Absage. „Ackerbaulich wird auf diesen Feldern dann nichts mehr passieren“, so Lattwesen. Der Landwirtschaft würden durch eine unterirdische Trassierung seiner Ansicht nach große Flächen verloren gehen.

„Wir sehen ein Akzeptanzproblem für die Energiewende, wenn die Interessen der Bürger nicht berücksichtigt werden“, wandte Manfred Görg ein. Der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergiewende Schaumburg sprach sich wie Becker für eine unterirdische Verkabelung aus. Zudem biete diese Variante mehr Spielraum für die Energiewende vor Ort.

„Im Koalitionsvertrag steht, dass der ,Südlink‘ nur gebaut wird, wenn die Bürger damit einverstanden sind. Was passiert, wenn die bayrische Regierung an ihrem Widerstand festhält?“, wollte Ute Hübner von der „Interessengemeinschaft contra Südlink-Tennet“ wissen und verwies auf entsprechende Äußerungen von CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann die ganze Bundesrepublik terrorisieren kann“, gab sich Ahmels zuversichtlich, zumal die Mitarbeiter in den zuständigen Ministerien weitaus kooperativer seien.

Damit waren jedoch Hübners Vorbehalte keineswegs ausgeräumt. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen einer Freilandleitung auf Menschen und Umwelt noch nicht hinreichend erforscht seien. Auch einen etwaigen Schutz der Strommasten vor Terroranschlägen sehe sie nicht. bes

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