Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Erfinderkultur und Tradition

Aerzen Erfinderkultur und Tradition

Es war eine tonnenschwere Überraschung, die aus den frühen Zeiten der 150-jährigen Geschichte der Aerzener Maschinenfabrik stammt. Beim Mitarbeiterfest im Mai enthüllte der Geschäftsführende Gesellschafter Klaus-Hasso Heller einen gewaltigen Fallhammer, der Ende des 19. Jahrhunderts im eigenen Unternehmen produziert und lange Zeit in einer Schmiede eingesetzt worden war.

Voriger Artikel
Minister Meyer:„Wir sind entsetzt“
Nächster Artikel
Aus für den „Bismarckturm“

Zeugnis der Geschichte: Etwa im Jahr 1886 produzierte die Aerzener Maschinenfabrik diesen Fallhammer. Aufwendig restauriert und funktionsfähig wurde er beim Mitarbeiterfest im Mai als Überraschung für den Unternehmenschef präsentiert. Geschäftsführender Gesellschafter Klaus-Hasso Heller schraubt das vergoldete Typenschild an den Fallhammer.

Quelle: cb

Aerzen. Rund 6500 Kilogramm bringt das Produkt – etwa 1886 made in Aerzen – auf die Waage, das, saniert und wieder funktionsfähig, auch jüngst beim „Tag der offenen Tür“ zu sehen war.

 Heute exportiert das Aerzener Unternehmen 85 Prozent seiner Produkte in alle Welt. Schon anlässlich des Festaktes fasste Heller zusammen: „Aus einem gut florierenden Reparaturbetrieb für Landmaschinen entwickelte sich eine global tätige Unternehmensgruppe, die mit ihren Spezialmaschinen zahlreiche Branchen weltweit bedient.“

 Die Gründerjahre waren bereits vorangeschritten, als der Fallhammer im 19. Jahrhundert in den Werkshallen entstand, um für schwerste Schmiedearbeiten im Maschinenbau eingesetzt zu werden. Ein Gelegenheitsfund in der Region – der Zufall verhalf dazu, dass er wieder in Aerzen steht. Marketingleiter Stephan Brand erwarb ihn vor einigen Jahren von einem Konkursverwalter, der für eine Schmiede in Lügde zuständig war. Zum Schrottwert gekauft, wurde der total in seine Einzelteile zerlegte Fallhammer restauriert. Nach alten Fotos wurde er funktionsfähig wieder zusammengebaut, fehlende und unbrauchbare Teile wurden nachgefertigt.

 Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Unternehmen von der Produktion landwirtschaftlicher Maschinen verabschiedet. Es konzentrierte sich auf den Gebläsebau und die Erweiterung der Produktpalette für die wachsende Schwerindustrie. Luftdruckhämmer aus Aerzen waren besonders im Ausland gefragt. Für einen ersten wichtigen Schub sorgte übrigens Aerzens Anschluss an das Schienennetz 1897. Ein Jahr zuvor beschäftigte die Maschinenfabrik 76, ein Jahr später bereits 170 Mitarbeiter.

 Derzeit sind es weltweit über 2000 Beschäftigte in dem Unternehmen, das 1968 mit der Gründung der ersten Tochtergesellschaft Aerzen France auf Internationalisierungskurs ging. Heute ist der Global Player auf allen fünf Kontinenten mit über 40 Tochtergesellschaften tätig. Dass es Höhen und Tiefen in der 150-jährigen Geschichte gab, daraus macht das Unternehmen keinen Hehl. „Doch selbst in schwierigen Zeiten haben wir uns stets behauptet“, heißt es im Vorwort der Chronik von Klaus-Hasso Heller. „Mit Qualitätsprodukten, innovativen Ideen, hoher Flexibilität, ausgeprägtem Gespür für Kunden und Marktanforderungen und vor allem dem Engagement und der Unterstützung fähiger und begeisterter Mitarbeiter.“ cb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
DAX
Chart
DAX 10.657,50 +1,37%
TecDAX 1.699,00 +0,75%
EUR/USD 1,0635 +0,94%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

CONTINENTAL 170,85 +3,16%
VOLKSWAGEN VZ 122,05 +3,11%
DAIMLER 64,20 +2,99%
LINDE 156,80 +0,37%
E.ON 6,13 +0,64%
LUFTHANSA 12,27 +1,14%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 106,14%

mehr