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„Es darf nicht stillstehen“

Landkreis / Soziale Netzwerke „Es darf nicht stillstehen“

Ein paar Klicks und Programmbefehle, fertig ist die Homepage und damit auch der Internetauftritt über Jahre hinweg gesichert – was vor ein paar Jahren noch bei zahlreichen Unternehmen üblich war, ist mittlerweile völlig überholt. Soziale Netzwerke, Videoplattformen und andere Dienste im Internet bieten Firmen ein breites Betätigungsfeld und zahlreiche Möglichkeiten, potenzielle Kunden zu erreichen.

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Facebook-Seiten benötigen eine kontinuierliche Betreuung. Außerdem sollten Unternehmen offen mit Kritik umgehen.

Quelle: aw

Landkreis (bes, aw). Zu den Unternehmen, die andere Firmen bei ihren Auftritten im Internet beraten, gehört die Agentur „Double or nothing“ von Kerstin Thieler. Zu ihren Kunden gehören hauptsächlich mittelständische Betriebe, aber auch für Institutionen und Privatpersonen sind sie und ihre Mitarbeiter tätig.

Auch der Bückeburger Dienstleister „Internet Marketing Services“ (IMS) betreut die Online-Aktivitäten zahlreicher Firmen. „Wir beraten diverse Unternehmen in dem Bereich,“ sagt Geschäftsführer Hendrik Tesche. Vor Kurzem hat IMS den Facebook-Auftritt der Sparkasse Schaumburg erneuert. Für Tesche und seine Mitarbeiterin Jana Kohlmeier sowie Kerstin Thieler von „Double or nothing“ sind mehrere Punkte wichtig:

Pro und Contra: Fast 50 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind nach den Worten von Kohlmeier in den sozialen Netzwerken aktiv. „Es ist ein wichtiges, aber kein alleiniges Kommunikationsinstrument“, sagt Tesche. Das bedeute, es ist für ein Unternehmen nach wie vor möglich, ohne Facebook und Co. erfolgreich zu sein. Eine richtige Betreuung von Twitter-Konten und Facebook-Seiten sei sehr zeitintensiv und erfordere eine kontinuierliche Betreuung. Aber, so Kohlmeier: „Der Bereich Social Media bietet ein enormes Potenzial.“

„Wenn ich bei Facebook aktiv bin, habe ich auch automatisch mehr Klicks auf meiner Homepage“ ergänzt Thieler. Dies mache allerdings erforderlich, dass die Unternehmen, die unterschiedlichen Auftritte im Netz regelmäßig aktualisieren. „Einmal am Tag sollte es schon sein“, so Thieler weiter. Mindestmaß sei jedoch eine wöchentliche Aktualisierung. „Es darf nicht stillstehen.“ Um diesen Stillstand zu vermeiden, empfiehlt sie, einem Mitarbeiter des Unternehmens oder Fachleuten von Medienagenturen die Aufgaben fest zu übertragen.

Für wen sind soziale Netzwerke überhaupt interessant? In diesem Bereich aktiv zu werden, sei nur für solche Unternehmen interessant, so Tesche, die entweder eine hohe Personalfluktuation haben oder ein Produkt direkt für den Endkunden anbieten. Ein Unternehmen könne sich hier beispielsweise als kompetenter Arbeitgeber darstellen, um für Arbeitsuchende attraktiv zu sein. Für Unternehmen, die eine „Business to Customer“-Beziehung (B2C) haben, also ein direktes Produkt für den Endkunden anbieten, sind soziale Netzwerke als Kommunikationsplattform geeignet. Die Sparkasse beispielsweise präsentiert sich als regional verwurzeltes Unternehmen. Doch auch andere Anbieter wie Redner für Trauerfeiern und Hochzeiten können laut Kerstin Thieler auf Facebook und mithilfe weiterer Plattformen für Bekanntheit und Aufträge sorgen.

Welche Zielgruppe? Wichtig ist, sich am Anfang Gedanken darüber zu machen, welche Zielgruppen mit dem jeweiligen Auftritt erreicht werden sollen, erklärt die Inhaberin von „Double or nothing“. Je nach Zielgruppe könne dann der Auftritt gestaltet werden. Damit hängt auch die Frage zusammen, wo die richtige Zielgruppe unterwegs ist. Twitter zum Beispiel werde laut Tesche häufig genutzt, um sich über Nachrichten zu informieren – der richtige Ort für schnelle, aktuelle Mitteilungen aus dem Unternehmen. Facebook dagegen diene auch und vor allem dem Dialog mit dem Kunden.

Einheitliches Auftreten: „Wichtig ist, dass man da schaut: Gibt es vielleicht schon andere Auftritte“, so Tesche. Im Falle der Sparkasse beispielsweise hatten einige Filialen bereits eigene Seiten gestartet, die es zu bündeln galt.

Planung entwickeln: Auftritte bei Facebook, Twitter und Co. sollten möglichst geplant werden. Dabei sollte klar sein, was das Unternehmen mit dem Auftritt erreichen will und wer ihn betreut. „Wir machen es grundsätzlich so, dass wir beraten, mithelfen und organisieren“, sagt Tesche. Auch Thieler empfiehlt, sich zu allererst einen Plan zu machen. Dieser beginne meist mit der eigenen Homepage und entwickle sich über die einzelnen Netzwerke weiter. Dank einiger Programme lassen sich die Auftritte leicht mit Informationen füttern, betont Thieler.

Authentizität: Es gilt, sagt der IMS-Chef, sich in sozialen Netzwerken „stetig und authentisch zu betätigen“. Überhaupt sei Authentizität ein wichtiger Schlüsselbegriff. „Sonst wird man oft entlarvt.“ Denn über eines muss sich jeder, der in diesem Bereich aktiv wird, klar sein: „Jeder, der sich in Social Media engagiert, steht auch in der Öffentlichkeit.“ Dazu gehört auch, am besten offen mit Kritik umzugehen und schnell zu reagieren. Rausreden, „rumdrucksen“ und Abmahnungen seien hier nicht angebracht. Auch die Wortwahl ist wichtig. Sonst droht ein „Shitstorm“, ein massenhafter Protest von Nutzern.

Fast 3300 Freunde in einem Jahr

Wir haben vor einem Jahr unseren Internetauftritt auf den neuesten Stand gebracht, und in Verbindung damit sind wir seit mehr als einem Jahr auch bei Facebook“, sagt Friedrich-Wilhelm Lambrecht, Chef der Schaumburger Privat-Brauerei. „Die klassischen Medienauftritte laufen allerdings parallel weiter.“

Lambrecht sieht den Auftritt bei Facebook nach eigenen Aussagen keineswegs als Selbstläufer an. Es sei sich im Klaren darüber gewesen, dass er täglich auf Fragen, Kritik und Verbesserungsvorschläge eingehen muss. „Wir haben einen Mitarbeiter, der die Aufgabe übernommen hat.“ Dieser muss außer der täglichen Kommunikation auch originelle Aktionen wie Gewinnspiele und Videos, einen aktuellen Veranstaltungskalender mit Events, bei denen Schaumburger Bier ausgeschenkt wird, wortwörtlich auf dem Schirm haben. Zudem müssen er und sein Mitarbeiter die Auftritte ständig anpassen und weiterentwickeln. „Mit fast 3300 Freunden ist Facebook für uns als Regionalbrauerei eine wichtige Plattform.“

Aufgrund der Vernetzung sieht Lambrecht die Übergänge zwischen der klassischen Homepage und den Auftritten bei den sozialen Netzwerken zunehmend als fließend an. „Die Smartphones erleichtern die Übergänge.“

Für Lambrecht sind Facebook und das Videoportal Youtube auch wichtig, um das Image der Marke Schaumburger Bier jung zu halten. „Das Video vom Bockbieranstich war die erste Aktion. Es durchaus möglich, dass wir damit weitermachen“, betont der Brauerei-Chef.

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