Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Etwas mehr Zeit für den Widerstand

Südlink“: Nachbesserung Etwas mehr Zeit für den Widerstand

Der Netzbetreiber Tennet soll bei seinen Planungen für die Stromtrasse „Südlink“ nachbessern. Die ursprünglich für den März angesetzte Antragskonferenz ist somit verschoben.

Voriger Artikel
Faurecia kooperiert mit der TU Chemnitz
Nächster Artikel
Sparkasse zieht um
Quelle: pr.

Landkreis/Weserbergland.  In Schaumburg nimmt das etwas Zeitdruck aus den Arbeiten an der sogenannten Raumwiderstandsanalyse.

Darin listet derzeit eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinden alles auf, was gegen eine Führung des „Südlinks“ durch den Landkreis spricht. Dazu zählen zum Beispiel Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete oder auch Stellen, an denen der „Südlink“ keinen ausreichenden Abstand zu Häusern halten würde. „Ursprünglich wollten wir bis zum März fertig sein, wegen der Antragskonferenz“, sagt Kreissprecher Klaus Heimann.

Das für die Arbeiten an der Analyse nun mehr Zeit zur Verfügung steht, wertet Heimann als positiv: „Für uns ist das natürlich sehr gut.“

Bereits fertig ist ein gemeinsames Gutachten der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Höxter, Lippe sowie der Region Hannover und der hessischen Gemeinde Bad Emstal. In einer Pressemitteilung des Bündnisses ist von 329 entdeckten Raumwiderständen zu lesen. Dabei handelt es sich unter anderem um Naturschutzgebiete, landwirtschaftliche Betriebe und „sensible Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser“. Diese Analyse sollte in die Prüfung des Tennet-Antrags durch die Bundesnetzagentur eingehen.

Die wiederum hat vom Netzbetreiber nun eine Überarbeitung der Planungen gefordert. „Die erkennbaren Umweltauswirkungen und raumordnerischen Konflikte für die betroffenen Regionen“ müssten „deutlich werden“, heißt es. Weiter mahnte die Behörde an, dass die Trassenfindung nachvollziehbar und transparent sein müsste. Damit dürfte sie den Nerv der Kritiker in Schaumburg und im Weserbergland treffen.

Tennet überraschen die Nachfragen nicht, teilt eine Sprecherin des Unternehmens mit. Bedarf, bestimmte Details noch abzuklopfen, sei bei dem Stand des Verfahrens ganz normal.
Die Kritik der Bundesnetzagentur richtet sich vor allem dagegen, dass der Antrag nur „einen nachvollziehbar und belastbar hergeleiteten Vorschlag für einen Trassenkorridor“ enthalte. Alternative Trassenverläufe lasse die Planung außer Acht.

Den favorisierten Korridor Mitet/West – der auch Schaumburg beträfe – bezeichnet Tennet als „mit Abstand beste Lösung“.

Mit der „Südlink“-Trasse will das Unternehmen Strom aus Windenergie aus dem Norden in den Süden der Bundesrepublik leiten. Die Bundesnetzagentur entscheidet als zuständige Behörde über die Zulassung des Vorhabens. jcp, boßmeyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Becker und Beermann legen nach

Ungewohnt deutliche Worte gefunden hat Landrat Jörg Farr (SPD) in Sachen „Südlink“. Auf der Informationsveranstaltung der Kreisverwaltung in Lauenau kritisierte Farr in scharfer Form, bei der bisherigen Planung habe es „Schnelligkeit vor Sorgfalt“ gegeben.

mehr
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr